Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung
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Der Saalbau in Homburg war an diesen Novemberabend fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als sich Feuerwehrleute aus allen Löschbezirken, ihre Familien und zahlreiche Gäste zum zweiten gemeinsamen Ehrungsabend trafen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr hat sich das Format schnell etabliert – diesmal standen erneut jene im Mittelpunkt, die rund um die Uhr für Sicherheit in der Stadt bereitstehen.

Eingeladen hatte die Stadt Homburg, vertreten durch Oberbürgermeister Michael Forster, Bürgermeister Manfred Rippel, der zugleich Präsident des Landesfeuerwehrverbands ist, den Beigeordneten Philipp Scheidweiler sowie den ehrenamtlichen Beigeordneten für Öffentliche Sicherheit und Bevölkerungsschutz, Peter Fuchs. Der Abend war den Ehrungen für langjährige Dienstzeiten, besonderen Auszeichnungen und zahlreichen Beförderungen in der Freiwilligen Feuerwehr Homburg gewidmet.

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Bürgermeister Manfred Rippel begrüßte eingangs die vielen Feuerwehrangehörigen und ihre Partner sowie zahlreiche Ehrengäste. Unter ihnen befanden sich der Bundestagsabgeordnete Esra Limbacher, mehrere Mitglieder des Stadtrats, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sowie Gäste der Feuerwehr aus der französischen Partnerstadt La Baule. Die Veranstaltung brachte damit kommunale Verantwortungsträger, Feuerwehrführung und Basis in einem Rahmen zusammen.

Oberbürgermeister Michael Forster nutzte seine Ansprache, um die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für Homburg hervorzuheben. Er bedankte sich im Namen der Bürger „für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrfrauen und -männer in Homburg und für ihren großartigen Dienst, den sie für die Allgemeinheit leisteten“. In seinen Dank schloss er ausdrücklich die Partner, Familienmitglieder, Freunde der Feuerwehrleute ein. Forster sprach zugleich schwierige Entwicklungen an: „Es gibt Entwicklungen in unserer Gesellschaft, die mir große Sorgen machen und die ich nicht nachvollziehen kann.“ Gemeint waren unter anderem der gewaltsame Tod eines Gerichtsvollziehers in Bexbach sowie Beschimpfungen und Bedrohungen gegenüber Sicherheits- und Rettungskräften bei Einsätzen. Dies sei für ihn nicht akzeptabel, sagte Forster, und forderte ein Miteinander, „das darauf beruhe, einander Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen“.

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Mit Blick auf die Ausrüstung der Feuerwehr erinnerte der Oberbürgermeister daran, wie wichtig ihm eine gute Ausstattung der Wehr sei. „Hier haben wir in den vergangenen Jahren viel gemacht. Ich danke besonders dem Stadtrat für die Bereitstellung der Mittel“, erklärte er. Gleichzeitig verwies Forster auf die zukünftigen Aufgaben und die Planungen unter dem Stichwort „Feuerwehr 2035“. „Wir werden uns diesen Herausforderungen stellen und auch in neue Technik investieren“, hob er hervor. Am Ende seiner Rede wünschte er allen Feuerwehrleuten eine ruhige Weihnachtszeit und stets eine gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Einen umfassenden Blick auf das auslaufende Jahr bot anschließend der stellvertretende Wehrführer Udo Eckhardt. Er stellte eindrückliche Zahlen zu Mitgliederentwicklung, Jugendfeuerwehr, Einsätzen, Einsatzstunden und geretteten Personen aus allen Homburger Löschbezirken vor. Eckhardt lobte die Arbeit in den Einheiten, machte aber auch deutlich, dass einige Einsätze, insbesondere solche mit Todesfällen, die Beteiligten an ihre Grenzen gebracht hätten. Darüber hinaus skizzierte er Pläne und Vorhaben für die kommenden Jahre.

Zu den weiteren Rednern gehörten neben dem 2. Kreisbeigeordneten Esra Limbacher auch Landesbrandinspekteur Timo Meyer, Kreisbrandinspekteur Stefan Schrögel sowie der Homburger Wehrführer Klauspeter Nashan. Sie alle unterstrichen die zentrale Rolle der Feuerwehr für die öffentliche Sicherheit und dankten den Aktiven für ihre Einsätze. Die Redebeiträge erzeugten ein gemeinsames Bild: Die Freiwillige Feuerwehr Homburg ist eine tragende Säule im Gefüge der Stadt, die ohne das Engagement der Mitglieder nicht denkbar wäre.

Bevor das gemeinsame Abendessen serviert wurde, rückte die Bühne zur großen Ehrungs- und Beförderungszeremonie in den Mittelpunkt. An den Auszeichnungen beteiligt waren neben Oberbürgermeister Michael Forster und Bürgermeister Manfred Rippel auch Wehrführer Klauspeter Nashan, seine Stellvertreter Markus Klingel und Udo Eckhardt, der Kreis- und der Landesbrandinspekteur, der stellvertretende Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Claus Kürsteiner, sowie Albert Zitt als Beauftragter für die Alterskameradschaft. Sie alle überreichten Urkunden, Ehrenzeichen und Ernennungen.

Gleich zum Auftakt wurde eine besondere Auszeichnung vergeben: Simone Lukas und ihr Partner Christophe Tupinier erhielten die Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes. Beide engagieren sich seit 10 Jahren intensiv für die Partnerschaft der Feuerwehren Homburg und La Baule und sorgen für einen regen Austausch. Lukas ist darüber hinaus bei der Stadt für die Städtepartnerschaft zuständig. Im Zusammenhang mit dieser aktiven Kooperation wurden zudem vier besonders verdiente Feuerwehrmänner aus dem Kreis der Partnerfeuerwehren geehrt.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Bei den anschließenden Beförderungen reichte die Spanne von der Ernennung von Feuerwehranwärtern bis hin zu höheren Dienstgraden. Am Ende der Reihe standen drei Namen besonders im Fokus: Lisa Kiefer aus Einöd wurde zur Hauptlöschmeisterin befördert, Philipp Schäfer aus Jägersburg zum Brandmeister und Markus Klingel zum Hauptbrandmeister. Die Dienstzeitehrungen reichten von 15 Jahren bis hin zu außergewöhnlichen 70 Jahren in der Feuerwehr. Für diese 70-jährige Zugehörigkeit wurden Ludwig Persch aus Wörschweiler und Herbert Braun aus Homburg-Mitte ausgezeichnet – verbunden mit stehenden Ovationen im Saal.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Ein weiterer emotionaler Moment galt Hans-Peter Schad vom Löschbezirk Homburg-Mitte. Er wurde nach mehr als 50 Jahren im aktiven Dienst zunächst in die Alterswehr übernommen. Zum Abschluss des Ehrungsblocks wurde er noch einmal auf die Bühne gebeten und – für ihn überraschend – mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. Claus Kürsteiner würdigte als stellvertretender Präsident des Landesfeuerwehrverbands die vielfältigen Verdienste Schads um den Löschbezirk Mitte, um die Ausbildung und den Zusammenhalt in der Feuerwehr. Währenddessen erhoben sich alle Anwesenden von ihren Plätzen und spendeten lange Applaus für den sichtlich gerührten Feuerwehrmann.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung
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Der Abend im Kulturzentrum Saalbau verband damit Rückblick, Wertschätzung und Ausblick. Zwischen Reden, Zahlen, Ehrungen und persönlichen Momenten wurde deutlich, wie stark das Netzwerk der Freiwilligen Feuerwehr in Homburg ist – getragen von Menschen, die seit vielen Jahren Verantwortung übernehmen und die Zukunft ihrer Wehr aktiv mitgestalten.

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