Kostenlos mit der Bahn ins Nachbarland Polen: Ab dem 15. September können sich junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren für den neuen Deutsch-Polnischen Freundschaftspass bewerben. Deutschland und Polen legen dafür jeweils 30.000 spezielle Interrail-Tickets bereit, sodass insgesamt 60.000 junge Menschen die Möglichkeit erhalten, das jeweilige Nachbarland unkompliziert per Zug zu erkunden.
Die Idee dahinter ist ebenso simpel wie wirkungsvoll. Wer den Pass ergattert, kann an sieben frei wählbaren Tagen innerhalb eines Monats durch das Nachbarland reisen. Hinzu kommt eine einmalige Fahrt vom eigenen Wohnort bis zur Grenze und wieder zurück. Der Reisezeitraum erstreckt sich vom 1. November 2026 bis zum 31. Oktober 2027.
Doch die Zeit für die Bewerbung ist knapp bemessen. Nur eine Woche lang, vom 15. bis zum 22. September 2026, nimmt das Projekt Interessenten entgegen. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland oder Polen und ein Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Alle Details finden sich bereits jetzt online unter www.freundschaftspass.de.
Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Verkehr, umgesetzt von den nationalen Bahnen beider Länder. Anlass ist ein besonderes Datum: Vor 35 Jahren unterzeichneten Deutschland und Polen den Nachbarschaftsvertrag. Der Freundschaftspass soll dieses Jubiläum mit Leben füllen und persönliche Begegnungen zwischen jungen Menschen auf klimafreundliche Weise ermöglichen.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger zeigte sich beim Start sichtlich erfreut. „Jetzt geht’s endlich los!“, erklärte er und betonte, wie sehr ihn das gemeinsame Projekt mit den polnischen Partnern begeistere. Die deutsch-polnische Freundschaft, so Bilger, lebe genau von diesem persönlichen Austausch: „Der Freundschaftspass macht die enge Partnerschaft unserer Länder für die junge Generation konkret erlebbar und verbindet die Idee eines vereinten Europas mit nachhaltiger Mobilität.“
Neben dem Ticketprogramm setzt das Ministerium im Jubiläumsjahr auf ein zweites Kulturprojekt. Unter dem Motto „Näher als Du denkst“ fährt ein sogenannter Kulturzug zwischen Berlin und Warschau. In einem eigens angehängten Kulturwagen erwartet die Reisenden ein mehrsprachiges Programm aus Lesungen, Konzerten, Gesprächen und Workshops. So verwandelt sich die Fahrt selbst in ein kulturelles Erlebnis, das Menschen beider Länder ins Gespräch bringt.
Zwischen Ende September und Mitte November sind insgesamt 16 dieser Kulturzug-Fahrten geplant. Der zusätzliche Wagen wird jeweils an reguläre Eurocity-Züge gekoppelt. Ein spezielles Ticket ist dafür nicht nötig – eine gewöhnliche Fahrkarte genügt, um Teil des grenzüberschreitenden Programms zu werden.





















