Das Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik führt in Zusammenarbeit mit dem Helmhotz-Institut für Pharmazeutische Forschung und dem Landesamt für Verbraucherschutz die Erstellung der Pools durch. Das IBMT ist hierbei mit seinem mobilen epidemiologischen Labor (epiLab) im Einsatz, welches eine sichere Probenentnahme gewährleistet. Darüber hinaus ist das epiLab für die Erstellung der Pools und der Durchführung der Antikörper-Tests vor Ort komplett ausgestattet. Das LAV übernimmt bei der Durchführung der Tests einen Großteil der Logistik.
Die Einsatzplanung für die flächendeckenden Tests liegt bei der Saarländischen Pflegegesellschaft. Dem Vorsitzenden Harald Kilian ist neben dem Einsatz zielgerichteter Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus in Seniorenheimen wichtig, dass bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Angehörigen Ängste abgebaut werden können. Auch ein Aufnahmestopp soll verhindert werden: „Wir wollen die Menschen, die dringend einen Platz in einer Einrichtung benötigen, nicht auf der Straße stehen lassen.“
Zuerst werden Einrichtungen getestet, in denen bisher keine Coronafälle aufgetreten sind. Auch Neuaufnahmen in den Einrichtungen sollen zusätzlich zu einer zweiwöchigen Quarantäne untersucht werden. Sobald valide sogenannte Antikörpertests zur Verfügung stehen, sollen in einer zweiten Stufe Pfleger und Bewohner auch auf das Vorhandensein von Antikörper getestet werden. Damit kann festgestellt werden, ob die getestete Person die Erkrankung bereits durchgemacht hat und eine körpereigene Abwehr gegen das Virus entwickelt hat.