Freitag, Oktober 18, 2019

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Klosterruine Wörschweiler

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Datum

27 Jun 2019

Uhrzeit

20:00

Homburg | Kultur im Museum: FLEAHD – Irish Folk

Wer wie die Musiker von Fleadh seine Instrumente virtuos beherrscht, kann mit Leichtigkeit und Frische aufspielen. Daher wirkt der Sound dieser Band dynamisch aber auch schwerelos und verleiht dem Irish Folk Flügel. Die Jungs agieren wie Piloten, die einen Testflug durchführen, um auszuloten in welche ungeahnten Höhen man eine bodenständige Tradition befördern kann.

Ihr Publikum unterhalten sie nicht nur mit Tempo, sondern auch mit Eleganz. Warum nicht mal ein Stück kurz auf den Kopf stellen und im Rückenflug neue Perspektiven ab-gewinnen? Ja, die fünf sind in der Tat musikalische Himmelsstürmer, ringen dem Irish Folk neue Aspekte ab, um nach einigen wilden Kurven und Loopings wieder auf dem Boden der Tradition zu landen.

Fleadh (gesprochen: Flaa) ist gälisch und bedeutet Fest oder Party. Fleadhs gibt es in Irland Land auf Land ab. Sie sind bei Jung und Alt sehr beliebt wegen den vielen Sessions, die sich dort spontan entwickeln und dem großen Spaßfaktor. Bei einem Fleadh begegnen sich verschiedene Nationen, musizieren und feiern gemeinsam. Analog dazu haben sich in der Gruppe Fleadh sowohl irische als auch deutsche Musiker eingefunden. Das herzliche und lockere Feeling eines irischen Fleadhs bringen sie im Konzert sehr schön rüber. Bei den spontanen Sessions hört man auf der grünen Insel nicht nur Traditionals sondern auch Songs der beliebtesten irischen Singersongwriter.

Das Fleadh Repertoire spiegelt genau dies auch wieder. Man wird also auch den einen oder anderen Van Morrisson, Christy Moore oder Luka Bloom Song genießen können. Daraus solle man aber nicht schließen Fleadh wären eine reine Coverband. Mit Saoirse Mhór (gesprochen: Siersche Mor) hat man im Cockpit einen kompetenten Singer/Songwriter. Mit seinen Liedern nimmt er Kurs sowohl auf die jüngere als auch ältere Geschichte Irlands. Mit an Bord auch politische Inhalte zur aktuellen irischen Lage, wie z. B. ein Song über die durch geldgierige Banken verursachte Rezession. Zwischen den Songs werden immer wieder pulsierende Jigs & Reels eingestreut.

Die Online Plattform „Celtic Rock“ hebt in einer CD Besprechung lobend hervor, dass die traditionellen Tänze nicht nur begleitet, sondern mit einem durchdachten musikalischen Gegenpart versehen werden. Dabei ragen besonders die ausgefeilten Gitarrenstimmen heraus, die oft Intros oder Zwischenspiele mit eigenen Melodielinien oder Gegenrhythmen gestalten, was über pure Begleitung weit hinausgeht. Mit Fiddle, Banjo und Mandoline, Uilleann Pipes, Whistle, Gitarre und Bodhrán ist die Gruppe reichhaltig instrumentiert. Für die manchmal durchaus rockigen Akzente, die der Band 2010 den Titel „Beste Folkrockband“ beim Deutschen Rock- und Pop Preis eingebracht hat, sorgen Percussion und Bass.

Vor kurzem erst haben Fleadh den von der Popakademie Mannheim und BASF ausgelobten Musikwettbewerb gewonnen. Die neue CD „The Cleggan Bay Disaster“ räumte beim Deutschen Rock- und Pop Preis 2013 in den Kategorien „Bestes Folkrock Album“ und „Bestes Trad/World Music Album“ ab. Der Titel „The Curragh Song“ wurde als „Bester Folkrocksong“ ausgezeichnet. „The Cleggan Bay Disaster“ hat aber nicht nur hierzulande für Aufsehen gesorgt, sondern auch bei den irischen Radiostationen ein super Feedback ausgelöst. Die Band wurde zu Interviews vor Ort eingeladen und drum herum haben sie sogar eine Clubtour organisiert und damit einen neuen Trend eingeleitet. Derweil fast alle irischen Bands immer in Richtung Kontinent streben, nehmen die Kunstflieger von Fleadh Kurs in Richtung grüne Insel.

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