Symbolbild

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat heute die Eckpunkte für ein staatliches Tierhaltungskennzeichen vorgestellt. Bitkom begrüßt die Initiative für mehr Transparenz bei den Haltungsbedingungen. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Die Tierhaltung muss und kann nachhaltiger werden. Gleichzeitig wollen Verbraucher wissen, wo ihr Fleisch herkommt. Ein staatliches Tierhaltungskennzeichen fördert die gewünschte Transparenz. Bei der Umsetzung ist wichtig, dass digitale Technologien von Anfang an mitgedacht werden. Sie sorgen für eine gesicherte Dokumentation von Haltungsbedingungen, erleichtern den landwirtschaftlichen Betrieben die unbürokratische Kommunikation mit Kontrollbehörden und helfen, den Gesundheitszustand von Tieren zu verbessern. Das sorgt insgesamt für mehr Transparenz.“ 

Deutschlands Landwirte sind überzeugt, dass digitale Technologien einen großen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft der Tierhaltung leisten. Demnach sagen 6 von 10 (62 Prozent), dass digitale Technologien das Tierwohl steigern können. 69 Prozent gehen davon aus, dass im Jahr 2030 Webcams in Tierställen standardmäßig eingesetzt werden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 500 landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland. Demnach setzen 22 Prozent der Betriebe bereits Sensortechnik ein, um die Gesundheit der Tiere zu überwachen oder Klima-, Boden- und Pflanzendaten zu erheben.

„Landwirte müssen bei der Einführung solcher Technik noch stärker unterstützt werden“, so Rohleder. „Nachholbedarf besteht etwa bei der digitalen Vernetzung zwischen Herdenmanagement-Systemen und staatlichen Antrags- und Dokumentationsplattformen. Außerdem müssen die Betriebe bei Investitionen in digitale Systeme und bei deren Inbetriebnahme stärker unterstützt werden.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden im März 2022 500 Leiter landwirtschaftlicher Betriebe ab 20 ha in Deutschland telefonisch und online befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für landwirtschaftliche Betriebe ab 20 ha. Die Fragestellungen lauteten: „Welche der folgenden digitalen Technologien setzen Sie in Ihrem Betrieb ein?“, „Inwiefern treffen die folgenden Aussagen Ihrer Meinung nach zu oder nicht zu?“ und „Wie weit verbreitet werden die folgenden Szenarien im Jahr 2030 sein?“

Vorheriger ArtikelErgebnisse der Ausschreibungen für Windenergieanlagen
Nächster ArtikelEmpfehlungen des Corona-Expertenrats: Gute Grundlage für weiteres Pandemiemanagement

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.