Die saarländische Jugendarbeit bekommt personelle Verstärkung: Das Sozialministerium finanziert vier zusätzliche halbe Stellen bei Jugendverbänden im Land, um deren außerschulische Bildungsarbeit auf eine breitere Basis zu stellen. Die Mittel dafür stammen aus dem Doppelhaushalt 2026/27, den der Landtag beschlossen hat.
Konkret profitieren vier Organisationen von der neuen Förderung. Der Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung juz-united, die DGB-Jugend, die BUNDjugend sowie der Landesjugendring Saar erhalten jeweils eine halbe Stelle. Das zusätzliche Personal soll die Arbeit mit jungen Menschen in Ortsgruppen, Projekten und lokalen Strukturen stärken – dort also, wo Jugendverbände unmittelbar wirken.
Sozial- und Jugendminister Magnus Jung ordnete die Entscheidung in einen größeren Zusammenhang ein: „Mit dem personellen Ausbau der außerschulischen Bildungsarbeit stärken wir die Jugendarbeit mit ihren besonderen Möglichkeiten, die vor allem in der Freiwilligkeit, der Selbstorganisation und der Ehrenamtlichkeit liegen.“ Bildungsreferentinnen und -referenten förderten soziale Kompetenzen junger Menschen, bildeten Jugendleiterinnen und Jugendleiter aus und unterstützten landesweit die praktische Demokratiebildung, so Jung weiter.
Bisher fördert das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit 11,5 Vollzeitstellen in elf saarländischen Jugendverbänden. Durch den Aufwuchs steigt diese Zahl künftig auf 13,5 Stellen, verteilt auf 13 Verbände. Damit wächst nicht nur das Stellenvolumen, sondern auch die Zahl der Organisationen, die überhaupt eine hauptamtliche Unterstützung für ihre Bildungsarbeit erhalten.
Der Schritt unterstreicht eine politische Priorität, die über reine Zahlen hinausgeht. Jugendverbände leisten einen wesentlichen Teil der Demokratiebildung abseits des Klassenzimmers. Wo junge Menschen freiwillig zusammenkommen, Verantwortung übernehmen und eigene Projekte gestalten, entstehen Erfahrungsräume, die schulischer Unterricht allein nicht bieten kann. Dass das Saarland hier gezielt in hauptamtliche Strukturen investiert, setzt ein deutliches Signal für die Wertschätzung dieser Arbeit.



















