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Es ist zwar schon ein Wochenende her, doch sportlich war der zweite Dart Cup des Dart Treff Waldmohr eines dieser Ereignisse, die in der Region durchaus hängen bleiben dürfen. 93 Spieler traten in der Halle des SV 1910 Reiskirchen an, rund 150 Menschen waren mit Besuchern und Begleitpersonen über den Tag verteilt vor Ort. Gespielt wurde vom Hobbybereich bis hin zu Akteuren mit Bundesliga-Erfahrung – und am Ende drückte vor allem ein Spieler dem Turnier seinen Stempel auf.

Schon beim Blick durch die Halle wurde deutlich, welche Dimension die zweite Auflage inzwischen erreicht hatte. 16 Dartautomaten standen bereit, an vielen Boards wurde gleichzeitig gespielt. Was bei der Premiere vor zwei Jahren noch in deutlich kleinerem Rahmen in Waldmohr begonnen hatte, war in Reiskirchen zu einem echten Turniertag für die regionale E-Dart-Szene gewachsen.

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„Das ist jetzt die zweite Ausgabe. Wir planen dieses Turnier zukünftig jährlich in der Größenordnung oder gar größer durchzuführen“, erklärte einer der Organisatoren während des Turniertages. Und dafür lieferte Reiskirchen durchaus Argumente. Offiziell gingen 93 Spieler an den Start. Zusammen mit Zuschauern und Begleitpersonen kamen die Veranstalter auf rund 150 Menschen in der Halle.

Das ist umso bemerkenswerter, weil es im Vorfeld noch eine Reihe kurzfristiger Absagen gegeben hatte. Rund 20 Spieler mussten nach Angaben der Veranstalter gesundheitlich bedingt passen, darunter auch einige höherklassige Akteure. Der sportlichen Qualität tat das keinen entscheidenden Abbruch. Hobbyspieler standen ebenso an den Automaten wie erfahrene Ligaspieler und Akteure, die deutlich größere Wettbewerbe gewohnt sind.

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Genau diese Mischung war schon im Vorfeld einer der Reize des Turniers gewesen: nicht nur ein Wettbewerb für eine kleine Leistungsspitze, sondern ein Turnier, bei dem unterschiedliche Spielklassen am selben Tag unter einem Dach zusammentreffen.

Drei Wettbewerbe an einem Tag

Los ging es mit dem Turnier für Hobbyspieler sowie Akteure aus der C- und B-Liga. Dort setzte sich Pascal Mausdurch. Auf den weiteren Plätzen folgten Patrik Wagner, Marlon Hinse und Michael Kerke. Als beste Dame wurde Ramona Schuster ausgezeichnet. Danach wurde das Niveau noch einmal angezogen.

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Im offenen Doppel holten sich Steven Noster und Nico Horn den Turniersieg. Zweite wurden Baris Ascar und Dennis Scholz, vor Julian Müller und Mathias Himbert sowie Björn Quoiffy und Stefan Leinhäuser. Das beste Damendoppel bildeten Vanessa Nelz und Sherin Al Majjar. Am Abend folgte schließlich das offene Einzel – und dort zeigte Steven Noster, dass der Erfolg zuvor kein Zufall gewesen war.

Steven Noster gelingt der Doppelschlag

Nach dem Sieg im Doppel setzte sich Noster auch im offenen Einzel durch und wurde damit zum erfolgreichsten Spieler des Tages. Hinter ihm belegte Mathias Himbert Rang zwei. Björn Quoffy wurde Dritter, Luca Maaß Vierter. Die Auszeichnung als beste Dame ging erneut an Ramona Schuster. Noster kommt aus Merzig und verfügt ebenso wie Doppelpartner Nico Horn über Erfahrung auf höherem Niveau. Im Gespräch während des Turniers wurde deutlich, dass beide auch den Druck aus Ligaspielen kennen.

Auf die Frage, ob sich ein solcher Turniertag anders anfühle als ein Ligaspiel auf höherem Niveau, fiel die Antwort überraschend gelassen aus: „Das Gefühl ist eigentlich gleich.“ Auch die Kameradschaft unterscheide sich kaum. Egal ob großer Wettbewerb oder Turnier in Reiskirchen – am Ende treffe man viele Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen.

Vom kleinen Club zum Turnier mit Ambitionen

Der Dart Treff Waldmohr selbst ist noch ein vergleichsweise junger Verein. Vor rund zweieinhalb Jahren gegründet, zählt der Club inzwischen etwa 50 bis 55 Mitglieder. Gespielt wird in mehreren Ligamannschaften und Hobbyteams. Das Altersspektrum reicht nach Angaben des Vereins vom jüngsten Mitglied mit 18 Jahren bis zum ältesten mit 75. Der Grund für die Gründung war dabei ziemlich pragmatisch: In Waldmohr habe es zuvor kaum Möglichkeiten gegeben, Dart in größerem Rahmen zu spielen.

„Früher hat es in Waldmohr nichts gegeben für Darts zu spielen. Da konnte man nur in der Kneipe oder so spielen. Für was Größeres hat es keinen Platz gehabt“, berichtete ein Vereinsvertreter. Also habe man beschlossen, einen eigenen Club aufzubauen. Mittlerweile verfügt der Dart Treff über ein Vereinsheim in der Rathausstraße in Waldmohr und mehrere regelmäßige Trainings- und Spieltage.

Dabei soll die Tür ausdrücklich offen bleiben. „Es ist jeder willkommen bei uns. Es darf jeder kommen zum Spielen. Es darf jeder kommen zum Zugucken“, hieß es im Gespräch. Auch wer einfach einmal vorbeischauen und sich den Sport ansehen wolle, könne das tun.

Sponsoren machten das Turnier möglich

Ein Turnier dieser Größenordnung ist allerdings nicht allein mit ein paar Automaten und einem Spielplan organisiert. Preisgelder, Technik, Halle und das gesamte Drumherum mussten finanziert werden. Genau dafür setzte der Verein stark auf Unterstützung aus Waldmohr und der Umgebung. „Die kompletten Preisgelder sowie auch das ganze Umfeld, was bezahlt werden musste, haben wir tatsächlich geschafft, durch die Sponsoren voll zu finanzieren“, erklärte der Organisator.

Unterstützt wurde der Dart Cup unter anderem von Darts Zeise, AS3D Druck, MB Snackstation, AH Technik, dem Alanya Kebaphaus, Physiotherapie am Markt, der Zimmerei und Dachdeckerei Christian Schmitz, Kampfkunst mit Herz, Kerth Reptiles, Salon Hair Design by Jens, Metzgerei Gries, der Bären Apotheke, Fitness Plus, Allianz Versicherung Marcel Holzhauser, Autohaus Wunn, der Apotheke am Markt, Immo Netzwerk Jochen Mayer, Werbestudio Klingbeil und Optik Kunrath. Auch der Verkaufsstand von Darts Zeise und der Foodtruck gehörten zum Turniertag.

Viel Arbeit hinter einem einzigen Turniertag

Mindestens genauso wichtig wie die finanzielle Unterstützung waren für die Verantwortlichen die vielen Helfer. Einige von ihnen waren nach Angaben des Vereins mit Aufbau, Turnier und anschließendem Abbau praktisch drei Tage am Stück im Einsatz.

Dass am Ende trotzdem vor allem über den Sport gesprochen wurde, dürfte für die Organisatoren das beste Zeichen sein. Denn trotz der kurzfristigen Absagen zog der Verein ein ausgesprochen positives Fazit. Die Rückmeldungen der Teilnehmer seien durchweg gut gewesen.

Reiskirchen könnte zur festen Adresse werden

Die zweite Auflage sollte für den Dart Treff Waldmohr nicht das Ende sein. Im Gegenteil: Die Organisatoren wollen den Cup künftig jährlich ausrichten – möglichst in ähnlicher oder sogar größerer Dimension. Auch Reiskirchen könnte dabei erneut eine Rolle spielen. Die Halle bot genügend Platz für die 16 Automaten, Zuschauer und das umfangreiche Teilnehmerfeld.

Und genau darin lag vielleicht die größte Stärke dieses Turniers: Es musste sich nicht entscheiden, ob es Breitensport oder anspruchsvoller Wettbewerb sein wollte. Am Vormittag kämpften Hobbyspieler um ihre Platzierungen, später standen erfahrene Ligaspieler am Oche. Dazwischen Besucher, Vereinskameraden und Dartfans aus der ganzen Region.

93 Spieler und rund 150 Menschen in der Halle zeigen: Der Dart Cup ist bereits bei seiner zweiten Auflage deutlich mehr als nur ein kleines Vereinsturnier.

Alle Bilder: Friedel Simon

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