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Wenn der Bund entscheidet, wo sein geplantes KI-Sicherheitsinstitut künftig seinen Sitz haben soll, will das Saarland nicht als stiller Beobachter danebenstehen. Die CDU-Landtagsfraktion macht Druck: In einer aktuellen Erklärung fordert sie die Landesregierung auf, sich mit deutlich mehr Nachdruck für Saarbrücken als Standort einzusetzen. Der Abgeordnete Timo P. Gros wählt dabei klare Worte.

„Saarbrücken hat hervorragende Argumente“, betont Gros. Sein zentrales Argument: Nirgendwo sonst in Deutschland rücke die Spitzenforschung zu Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit so eng zusammen wie hier. Er verweist auf die Universität des Saarlandes, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Cybersicherheitszentrum CISPA sowie gleich zwei Max-Planck-Institute. Hinzu kämen Standorte des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Bundesnetzagentur.

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Ein neues Institut müsste an der Saar also nicht bei null beginnen. „Hier würde kein Institut auf der grünen Wiese entstehen, sondern vorhandene Stärke gebündelt und weiter ausgebaut“, so Gros. Auch die geografische Lage sieht er als Trumpf: Zwischen Luxemburg mit seinen europäischen Institutionen und Paris mit seiner starken KI-Szene liege das Saarland an einer Schnittstelle, die kaum ein anderer Bewerber in dieser Form vorweisen könne.

Doch genau an diesem Punkt entzündet sich die Kritik der Fraktion. Während Bayern nach Darstellung von Gros offen und mit voller Kraft für München wirbt, halte sich die saarländische Landesregierung auffällig zurück. „Von Frau Rehlinger jedoch hört man zu diesem Thema bislang nichts“, moniert der Abgeordnete. Wer den Zuschlag wolle, müsse sich hörbar und sichtbar einsetzen.

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Gros lässt keinen Zweifel daran, dass er die Verantwortung im Land selbst sieht: „Wenn wir selbst nicht offensiv für unseren Standort werben, wird es niemand anderes für uns tun.“ Der Appell richtet sich damit direkt an die Regierungsspitze, in Berlin aktiv für die eigenen Interessen zu kämpfen.

Eile ist aus Sicht der CDU-Fraktion geboten. Angesichts der rasanten Entwicklung bei KI-Agenten und der wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe sei Tempo gefragt. Das Saarland sei bereit, so das Fazit von Gros. Nun liege es an der Landesregierung, mit der notwendigen Entschlossenheit dafür zu sorgen, dass das KI-Sicherheitsinstitut tatsächlich nach Saarbrücken kommt.

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