Auch nach acht Spieltagen wartet der TV Homburg, Aufsteiger in die Dritte Bundesliga Südwest, weiter auf den ersten Saisonsieg. Nach der 27:36 (14:17)-Heimniederlage vor 170 Zuschauern gegen die HSG Hanau bleibt das Team von Trainer Pedro Vieira mit nur einem Punkt Tabellenvorletzter. „Wir sind unter Wert geschlagen worden. Keinesfalls waren wir neun Tore schlechter als Hanau“, stellte Patrick Grabenstätter, sportlicher Leiter des TV Homburg, nach dem Spiel fest.
Auch Trainer Pedro Vieira sah eine engagierte Vorstellung seines Teams, die ein besseres Ergebnis verdient hätte. „Die erste Halbzeit war sehr stark von uns“, so der Portugiese. Tatsächlich gestaltete der TVH die Partie lange offen, in einem allerdings von beiden Seiten fehlerbehafteten Spiel mit zahlreichen technischen Unsauberkeiten. Nach zehn Minuten stand es 6:6, ehe Jose Resende per Tempogegenstoß zum 7:6 traf – die erste Führung der Homburger.
Mehrmals bot sich die Chance, den Vorsprung auszubauen, doch Hanau glich immer wieder aus. Beim Stand von 10:10 (20.) war alles offen, dann jedoch häuften sich Fehlwürfe beim stark ersatzgeschwächten Aufsteiger. Neben den Langzeitverletzten Patrick Schulz (Bizepssehnenriss), Jan-Philipp Valda (Kreuzbandriss) und Tim Altmeyer (Wadenbeinbruch) fehlte auch Evaldo Almeida (Muskelfaserriss im Oberschenkel). Hanau nutzte die Homburger Schwächen und zog durch Björn Gernoth auf 13:10 davon. Zur Halbzeit stand es 17:14 für die Gäste.
Nach dem Seitenwechsel verlor Homburg den Anschluss. Innerhalb von vier Minuten baute Hanau den Vorsprung durch Jan Eric Kleemann auf 22:17 aus. In der 46. Minute stand es 27:22, doch der TVH konnte nicht mehr zulegen. Die schwindenden Kräfte machten sich bemerkbar – die Rotation war durch den dünn besetzten Kader kaum möglich. Hanau nutzte das konsequent aus und setzte sich Tor um Tor ab. In der Schlussphase erhöhte der Tabellenzwölfte ohne große Mühe bis zum 36:27-Endstand.
„Unsere Fehlerquote ist nach der Pause stetig gestiegen, und uns fehlte die Kraft, um den Rückstand noch einmal zu verkürzen“, bilanzierte Vieira. Leidtragender war erneut der erst 18-jährige Torhüter Fabian Schommer, der trotz einiger Paraden – darunter ein gehaltener Siebenmeter – häufig von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde. „Unsere Abwehr stand lange gut, aber durch die vielen Ausfälle ist es schwer, die Stabilität zu halten“, erklärte der Trainer. Offensiv blieb Homburg erneut unter der Marke von 30 Toren. Robin Egelhof war mit acht Treffern bester Werfer seines Teams.
Nun hat der TV Homburg zwei Wochen spielfrei, da die Partie beim Longericher SC Köln auf den 1. November verlegt wurde. „Wir müssen die Zeit nutzen und noch härter arbeiten“, kündigte Vieira an. Trotz der schwierigen Situation bleibt das Ziel Klassenerhalt bestehen. Mit einem Punkt Rückstand auf die TSG Haßloch, die den Relegationsplatz 14 belegt, ist der TVH weiter in Reichweite. Am 26. Oktober tritt Homburg beim punktlosen Schlusslicht SGSH Dragons an. Gelingt dort der erste Saisonsieg, wäre das Team wieder voll im Rennen um den Ligaverbleib.




















