„Das 500-Millionen-Programm des Bundes zur Sofortausstattung von Schulen mit digitalen Lerninhalten und von bedürftigen Schülerinnen und Schülern mit digitaler Hardware ist deshalb begrüßenswert. Genauso wie die Entscheidung des saarländischen Bildungsministeriums, die nötige Hardware in die Schulbuchausleihe zu integrieren. So kann für alle Schülerinnen und Schüler die digitale Teilhabe gewährleistet werden.“
Die Arbeitskammer warnt zugleich davor, dass notwendige bildungspolitische Maßnahmen wegen der Einhaltung der Schuldenbremse nach der Corona-Krise auf die lange Bank geschoben werden. „Wenn wir verhindern wollen, dass die soziale Schere im Bildungssystem nicht noch weiter auseinandergeht, müssen bereits jetzt strukturelle Lösungen politisch angegangen werden“, so der Appell von Otto.
„Der Investitionsstau darf nicht noch größer werden. Und über die Digitalisierung hinaus müssen notwendige Maßnahmen für mehr Chancengleichheit wie etwa der Ausbau von Ganztagsschulen und multiprofessionellen Teams, die Verbesserung des Kita-Personalschlüssels oder ein Schulsozialindex für bedarfsgerechte Mittelverteilung nach Corona weiter politisch forciert werden.“