Wenn Jugendliche aus Homburg auf Gleichaltrige in Italien treffen, entsteht mehr als nur ein Austauschprogramm – es entsteht gelebtes Europa. Drei Mitglieder des Homburger Jugendbeirats, Julia Klatt, Jessica Chu und Nils Bernhard, reisten kürzlich in die italienische Partnerstadt Albano Laziale bei Rom. Ein Wochenende voller Begegnungen, Eindrücke und Inspirationen, das sie so schnell nicht vergessen werden.
Ihr Besuch fiel mit einem Höhepunkt im Kulturkalender der Stadt zusammen: dem Bajocco Festival, das Albano Laziale alljährlich in ein farbenfrohes Meer aus Musik, Bewegung und Kreativität taucht. Straßenkünstler, Musikerinnen, Akrobaten und Tänzer verwandelten die Altstadt in eine lebendige Bühne. Mitten im Trubel: die Homburger Delegation, die sich von der Lebensfreude, Offenheit und kulturellen Vielfalt der Gastgeberinnen und Gastgeber begeistern ließ. Für die Jugendlichen war das Festival weit mehr als ein Spektakel – es war ein authentischer Blick in das Herz italienischer Kultur.
„Der Besuch verknüpft Kultur mit Begegnung und Praxis“, berichtet Nils Bernhard. Besonders beeindruckt habe ihn und seine Mitreisenden, wie stark die Themen Inklusion und Nachhaltigkeit beim Festival verankert seien – mit Führungen in Brailleschrift, taktilen Stadtmodellen oder ökologischen Aktionen. „Diese Impulse wollen wir auch für unsere Arbeit in Homburg nutzen“, erklärt er. Und so wurde aus der Reise nicht nur ein Erlebnis, sondern auch eine Ideenschmiede für zukünftige Projekte des Jugendbeirats.

Foto: Nils Bernhard
Neben den kulturellen Eindrücken stand der direkte Austausch im Mittelpunkt. Bei Gesprächen mit Mitgliedern des Jugendbeirats von Albano Laziale – darunter Giulia Trivelloni und Camilla Di Donato, die bereits beim Homburger Familien- und Kinderfest zu Gast waren – entwickelten die Teilnehmenden Ideen für gemeinsame Projekte. Ob Jugend-Workshops, Nachhaltigkeitsaktionen oder künstlerische Kooperationen – die Begegnung zeigte, wie viel entsteht, wenn junge Menschen über Grenzen hinweg miteinander arbeiten.
Koordinatorin Astrid Di Franco zeigte sich begeistert vom Engagement der Jugendlichen: „Diese Reise hat gezeigt, dass Europa dort wächst, wo Menschen aufeinander zugehen, einander zuhören und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“ Ihr Dank galt der Partnerstadt und den Unterstützern – allen voran Maria Cristina Casella, Christina und Vincenzo Avalle, Rita Visentin und dem Verein „Gruppo dei Dodici“, der die Flüge finanzierte. Die Jugendlichen, so Di Franco, kehrten mit vielen Ideen, neuen Freundschaften und der Gewissheit zurück, dass Europa keine ferne Vision ist – sondern überall dort entsteht, wo Menschen einander begegnen.



















