Symbolbild

Die Impfkampagne hat sich in den vergangenen Monaten durchaus positiv entwickelt. Doch seit einigen Wochen steigen die Impfquoten nicht mehr, viele Menschen verzichten gar auf eine zweite Impfung. Doch weiterhin sind die Vakzine eines der stärksten Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Mit Blick auf das Ende der Sommerferien erklärt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer:

Dr. med. Klaus Reinhardt,
Präsident der Bundesärztekammer
Foto: Die Hoffotografen

„Wo Impfstoffe und Impftermine verfügbar sind, ist Abwarten fahrlässig. Jeder Stich in den Oberarm schützt die eigene Gesundheit und bringt uns dem Ziel der Herdenimmunität näher. Wenn wir uns alle impfen lassen, helfen wir damit vor allem auch unseren Kindern, die die ganz großen Verlierer der Pandemie sind. Schon jetzt ist ersichtlich, wie gravierend die Folgen der bisherigen Schulschließungen für die junge Generation sind: Vermehrt auftretende Angststörungen, Konzentrations- und Schlafstörungen, Depressionen, Suizidgedanken sowie eine verzögerte Sprachentwicklung und eine Zunahme von Verhaltensauffälligkeiten.

Kinder und Jugendliche brauchen für eine gesunde Entwicklung einen geregelten Schulbetrieb mit sozialen Kontakten. Wir müssen deshalb jetzt, in den Sommerferien, alles dafür tun, um erneute Schulschließungen zu vermeiden. Eine erneute soziale Isolierung unserer Kinder wäre unverantwortlich. In einem breit aufgestellten Pandemierat, wie von uns seit langem gefordert, wäre dies längst eingehend erörtert worden. Ich appelliere nochmals eindringlich an die Solidarität aller Erwachsenen, sich jetzt impfen zu lassen, um eine vierte Corona-Welle zu vermeiden und unseren Kindern so wieder dauerhaft ein ihrer Entwicklung gerechtes Leben zu ermöglichen.“

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