Symbolbild
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Wer am zweiten Oktoberwochenende längere Strecken auf der Autobahn plant, sollte Geduld mitbringen. Mit dem Ferienstart in gleich fünf Bundesländern rechnet der ADAC mit spürbar mehr Verkehr auf Deutschlands Fernstraßen. In Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen beginnen die Herbstferien, in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland geht es bereits in die zweite Ferienwoche. Das Reisefieber trifft damit auf ein ohnehin dichtes Verkehrsaufkommen.

Die kritischen Zeitfenster lassen sich recht genau eingrenzen. Am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag dürfte sich das Geschehen auf den Hauptrouten ballen. Dennoch gibt der Automobilclub eine beruhigende Einordnung: Von den Rekordwerten der Sommerferien bleibt der aktuelle Andrang deutlich entfernt. Wer flexibel plant, kommt also meist gut durch.

Bleibt das Herbstwetter freundlich, kommen am Wochenende zusätzlich zahlreiche Tagesausflügler hinzu. Beliebt sind vor allem die Alpen, die Mittelgebirge sowie die Küstenregionen und Seen. Dieses zusätzliche Aufkommen verlagert sich im Tagesverlauf: Vormittags rollt der Verkehr in Richtung Ausflugsziele, während sich am Nachmittag und Abend der Rückreiseverkehr staut.

Ein weiterer Bremsfaktor sind die Baustellen. Rund 1100 davon zählt der ADAC derzeit auf deutschen Autobahnen, und sie verteilen sich quer durchs Land. Hinzu kommen regionale Großereignisse, die punktuell für volle Straßen sorgen. Am Hockenheimring steigt das Saisonfinale der DTM, und in Stuttgart geht am Sonntag der Cannstatter Wasen zu Ende. Zu den besonders staugefährdeten Strecken zählen unter anderem die A1 zwischen Fehmarn und Köln, die A3 von Oberhausen bis Passau sowie die A7, die sich von Flensburg bis nach Füssen zieht. Auch der Berliner Ring (A10) und der Autobahnring München (A99) stehen auf der Risikoliste.

Um Schleichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, können in mehreren Regionen kurzfristig Abfahrtssperren greifen. Betroffen sind bei Stau unter anderem die A7 im Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die Inntalautobahn A93. Über die Aktivierung dieser Sperren entscheidet die Verkehrspolizei jeweils spontan in Abstimmung mit der Autobahn GmbH und den Landkreisen.

Auch jenseits der Grenze lohnt Vorsicht. In Österreich gelten vor allem die Tauern-, Brenner- und Rheintalautobahn als Nadelöhre, wobei die Sanierung der Luegbrücke zwischen Innsbruck und Brenner weiterhin für Behinderungen sorgt. In der Schweiz füllen sich je nach kantonalen Ferien die Gotthardroute und die San-Bernardino-Strecke, in Italien die Verbindungen rund um Mailand und Genua sowie die Brennerautobahn A22. Bei der Rückkehr nach Deutschland können zudem Grenzkontrollen die Wartezeiten verlängern.

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Eine besondere Mahnung richtet der ADAC an alle Frühaufsteher und Spätheimkehrer: Nebel kann im Herbst die Sicht in den Morgen- und Abendstunden stark einschränken. Autofahrer sollten dann das Tempo drosseln, ausreichend Abstand halten und das Abblendlicht manuell einschalten, da sich die Lichtautomatik bei Nebel oft nicht verlässlich zeigt. Die Nebelschlussleuchte ist erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern erlaubt. Gilt diese Grenze, sind maximal 50 km/h vorgeschrieben.

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