Wer am ersten Oktoberwochenende eine längere Autofahrt plant, kann vorsichtig aufatmen. Nach Einschätzung des ADAC nimmt die Staugefahr auf den deutschen Autobahnen weiter ab. Der entscheidende Grund liegt im Kalender: Der Tag der Deutschen Einheit fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. Ein verlängertes Wochenende und der damit verbundene zusätzliche Feiertagsverkehr bleiben deshalb aus.
Entspannt wird es dadurch aber nicht überall. Zeigt sich das Wetter von seiner freundlichen Seite, dürften viele Menschen die Gelegenheit für einen Ausflug nutzen. Der ADAC rechnet dann mit dichtem Verkehr in Richtung Alpen und Mittelgebirge sowie zu den Küsten und Seen. Hinzu kommt in der Schweiz der Ferienverkehr, denn dort starten oder laufen je nach Kanton die Herbstferien.
Die kritischsten Phasen zeichnen sich klar ab. Bereits am Freitagnachmittag treffen der übliche Pendlerstrom und der beginnende Wochenendverkehr aufeinander, was die Staugefahr spürbar erhöht. Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte zudem den späten Nachmittag meiden. Dann rollt jeweils die Rückreisewelle an.
Zwei Großereignisse sorgen für zusätzliche Ballungen im Süden. In München endet am Sonntag, 4. Oktober, das Oktoberfest. Auf den Zufahrtsstrecken zur bayerischen Landeshauptstadt ist mit hohem Verkehrsaufkommen und erhöhtem Parkdruck zu rechnen, auch der Nahverkehr dürfte an seine Grenzen kommen. Ähnlich sieht es in Stuttgart aus, wo der Cannstatter Wasen für volle Straßen im Stadtgebiet sorgt.
Ein Dauerthema bleiben die Baustellen. Ihre Zahl steigt noch einmal an, rund 1.060 Baustellen bremsen derzeit bundesweit den Verkehrsfluss aus. Zu den besonders staugefährdeten Strecken zählen unter anderem die A1 zwischen Hamburg und Köln, die A3 von Oberhausen bis Passau, die A7 auf ihrer gesamten Länge von Flensburg bis Füssen sowie die A8 zwischen Karlsruhe und Salzburg. Auch die A9 in Richtung München, der Berliner Ring und die Autobahnringe rund um München gehören dazu.
Wer über die Grenze fährt, muss ebenfalls Geduld mitbringen. In Österreich gelten vor allem die West Autobahn, die Tauern Autobahn und die Inntal Autobahn als anfällig. Auf der Brenner Autobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner behindert unter anderem die Sanierung der Lueg-Brücke den Verkehr. In der Schweiz sind die Achsen rund um Bern, Zürich und den Gotthard betroffen, in Italien kann es auf der Strecke zwischen der Schweiz, Mailand und Genua sowie auf der Brennerroute stocken.
Einen letzten Hinweis gibt der ADAC für die Rückkehr nach Deutschland: Wegen der Grenzkontrollen ist bei der Einreise mit Wartezeiten zu rechnen.



















