Ein Chor von fast 100 Stimmen, ein Werk voller Trost und ein Monat, in dem das Gedenken an die Verstorbenen besonders präsent ist: Am Samstag, den 14. November 2026, erklingt in der St. Ingberter Josefskirche das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms. Beginn des Konzerts ist um 19 Uhr.
Brahms‘ Komposition gilt als eines seiner zentralen Werke – und als bemerkenswerte Ausnahme in der Geschichte der Totenmessen. Statt der üblichen lateinischen Liturgie griff der Komponist zu deutschen Texten, die er selbst aus Bibelstellen zusammenstellte. Zehn Jahre lang arbeitete er an der Partitur. Den entscheidenden Anstoß zur Vollendung gab wohl der Tod seiner Mutter.
Anders als viele Requiems rückt Brahms nicht die Schrecken des Sterbens in den Mittelpunkt. Im Zentrum stehen vielmehr der Trost für die Hinterbliebenen und die Hoffnung auf Erlösung durch die Auferstehung. „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“, heißt es in einer der Textpassagen – ein Satz, der die Grundstimmung des gesamten Werks einfängt.
Gerade im November, der klassischen Zeit des Totengedenkens, entfaltet diese Musik eine besondere Wirkung. In St. Ingbert wird sie von einem beachtlichen Aufgebot getragen: Die Evangelische Kantorei St. Ingbert, der Chorklang Cäcilia St. Ingbert, das Collegium Vocale Blieskastel und die Kantorei der Stiftskirche Kaiserslautern vereinen ihre Stimmen zu einem Klangkörper von annähernd 100 Sängerinnen und Sängern.
Die musikalische Leitung teilen sich Bezirkskantorin Beate Stinski-Bergmann und Dekanatskantor Christian von Blohn. Für die Solopartien konnten die Sopranistin Isabel Delamarre und der Bariton Martin Berner gewonnen werden. Den Orchesterpart übernimmt die Junge Südwestdeutsche Philharmonie.
Karten kosten 20 Euro, ermäßigt sind sie für 15 Euro zu haben. Erhältlich sind sie im Pfarrbüro St. Josef/St. Ingbert unter der Telefonnummer 06894/92490 sowie an der Abendkasse.



















