Wer diese Woche tankt, kann beim Benzin etwas aufatmen: Super E10 verbilligt sich im bundesweiten Schnitt spürbar, während der Diesel praktisch auf der Stelle tritt. Laut den jüngsten Erhebungen des ADAC zahlen Verbraucher für einen Liter Super E10 derzeit im Mittel rund 2,267 Euro. Das sind 3,3 Cent weniger als noch vor einer Woche.
Beim Diesel bleibt hingegen alles beim Alten. Mit durchschnittlich 2,428 Euro je Liter liegt der Preis nur minimal über dem Vorwochenwert – ein Plus von gerade einmal 0,6 Cent. Für Dieselfahrer bedeutet das: keine Entwarnung, aber auch keine böse Überraschung.
Bemerkenswert ist der Blick auf den Rohstoffmarkt. Dort hat der Ölpreis kräftig nachgegeben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent notierte zum jüngsten Handelsschluss unter der Marke von 100 US-Dollar. Das sind mehr als zehn US-Dollar weniger als in der Vorwoche – ein deutlicher Rückgang, der sich an den Zapfsäulen bislang jedoch kaum niederschlägt.
Genau daran stört sich der ADAC. Aus Sicht des Automobilclubs ist das Preisniveau trotz des gesunkenen Ölpreises weiterhin zu hoch. Zwar hängen die Spritpreise nicht allein am Rohöl, sondern auch am Euro-Dollar-Wechselkurs und an den internationalen Produktmärkten. Doch dass der massive Preisverfall beim Öl nur teilweise bei den Autofahrern ankommt, wirft aus Sicht des Clubs Fragen auf. Besonders auf Raffinerie- und Großhandelsebene sieht der ADAC nach eigenen Angaben weiterhin Erklärungsbedarf.
Wer sparen möchte, sollte auf den Zeitpunkt achten. Der ADAC empfiehlt, nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr zu tanken. Dann sind die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten. Pünktlich zur Mittagsstunde ziehen sie kräftig an und sinken anschließend nur langsam wieder.
Orientierung bei der Suche nach günstigen Tankstellen verspricht die App „ADAC Drive“. Über sie lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland miteinander vergleichen – ein praktisches Werkzeug für alle, die den Cent zweimal umdrehen wollen.




















