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Europaminister Stephan Toscani: „Die Vereinbarung von La Rochelle ist ein Meilenstein im grenzüberschreitenden deutsch-französischen Schienen-Verkehr. Sie ist von besonderer Bedeutung für unsere Großregion. Heute ist ein historischer Tag, der Anlass bietet, auf die Umsetzung der Vereinbarung zu blicken. Während auf dem Süd-Ast wie geplant seit 2016 Höchstgeschwindigkeit gefahren wird, ist die Strecke über Saarbrücken nach wie vor im Nachteil. Hier werden noch nicht alle Potenziale der Reisezeitverbesserung genutzt. Wir setzen uns weiter dafür ein, wie auch bei der jüngsten deutsch-französischen Grenzraumkonferenz in Hambach, dass der Nord-Ast genauso attraktiv wird wie der Süd-Ast, denn er ist wichtig für die grenzüberschreitenden Verbindungen in unserer Großregion.“

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. „Die TGV-ICE-Verbindung ist eine Verbindungsachse zwischen den Eingangstoren zur Großregion: Aufgrund der guten Verbindung lässt es sich wunderbar pendeln, sei es zum Arbeiten oder zum Leben. Von der guten Anbindung an das deutsch-französische Hochgeschwindigkeitsnetz profitieren vor allem Unternehmen, die auf den Markt des jeweiligen Nachbarlandes drängen und planen, sich dort niederzulassen. Das Saarland muss daher auch in Zukunft angemessen, langfristig und verbindlich an den Schienenfernverkehr angebunden werden. Gerade auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel werden wir weiterhin für gute Fernverkehrsverbindungen kämpfen, selbst wenn das nicht einfach ist.“

Die deutsch-französische Vereinbarung war Grundlage für umfangreiche Neu- und Ausbaumaßnahmen und hat die Reisezeiten bereits erheblich verkürzt. Davon profitiert auch die Grenzregion: Sie ist dadurch sowohl von Paris als auch von Frankfurt aus in weniger als zwei Stunden Fahrzeit erreichbar.

Hintergrund:

Vor genau 25 Jahren, am 22. Mai 1992, unterzeichneten Deutschland und Frankreich in der französischen Hafenstadt La Rochelle eine Vereinbarung, um das deutsche und das französische Hochgeschwindigkeitsnetz besser miteinander zu verknüpfen. Die Vereinbarung zur Schnellbahnverbindung Paris – Ostfrankreich – Südwestdeutschland (POS) markierte eine neue Ära der deutsch-französischen Zusammenarbeit und ist bis heute erfolgreich umgesetzt worden. Seit 2007 fahren gemeinsame Züge von Frankfurt über Saarbrücken (sog. Nord-Ast) und von München über Straßburg (sog. Süd-Ast) nach Paris. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke wird von der eigens hierzu gegründeten gemeinsamen Gesellschaft Alleo koordiniert und von den beiden Bahngesellschaften mit eigens hierfür entwickelten Zügen betrieben.

 

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