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Bauminister Klaus Bouillon hat am Montag, 26.06.2017, den offiziellen Startschuss für das Einsatztrainingszentrum (ETZ) der Polizei gegeben. Gemeinsam mit Vertretern der Fachhochschule für Verwaltung, der saarländischen Polizei und der Strukturholding Saar, der Bauherrin des Projektes, besuchte der Minister die Baustelle auf dem Campus Göttelborn.

In unmittelbarer Nähe der Fachhochschule für Verwaltung wird hier bis Herbst 2018 das neue ETZ entstehen. Mit der Fertigstellung der Maßnahme wird im August 2018 gerechnet, im Oktober 2018 kann dann der Betrieb beginnen. Ziel der neuen Einrichtung ist es, praktische und realitätsnahe Übungen zu ermöglichen, um insbesondere in stressbelasteten Hochrisikolagen ein professionelles polizeiliches Handeln zu gewährleisten.

„Das neue ETZ ist ein Quantensprung für die Aus- und Fortbildung der saarländischen Polizei“, sagte Minister Bouillon beim Baustellen-Besuch. „Denn mit Blick auf die anhaltende abstrakt hohe Gefährdungslage durch den internationalen Terrorismus mussten die Trainingsbedingungen für unsere Polizei verändert werden. Besonders für die Zielgruppe, die als erste am Einsatzort ankommt, musste ein Training für die sogenannte Notintervention angeboten werden. Dies gilt auch insbesondere im Sinne der Eigensicherung unserer Polizeikräfte in Hochrisikolagen.“

Das ETZ entsteht durch den Teilneubau des Gebäudes der ehemaligen Rohkohleveredlung auf dem Campus Göttelborn.

Es werden nach den vorliegenden Plänen

– sechs Stockwerke mit einer Grundfläche von etwa 2.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen

– neben einem Multifunktionsbereich und Schulungsräumen vielfältige, moderne Übungsbereiche eingerichtet., die ein zeitgemäßes, integriertes und professionelles Einsatztraining ermöglichen.

In Ergänzung der Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheitsstruktur des Saarlandes hat der Ministerrat am 24. Januar 2017 der Herrichtung des neuen Trainingszentrums zugestimmt. Innenminister Bouillon: „Mit der Bündelung der Standorte und der Ausbildungsformen wird das Training für unsere Polizistinnen und Polizisten effektiver und entspricht den aktuellen Anforderungen an unsere Sicherheitskräfte.“

Schwerpunkte des Trainings sind vor allem Abwehr- und Zugriffstechniken, Schussübungen sowie die Bewältigung unterschiedlicher und wechselnder Einsatzszenarien. Im ETZ lassen sich sowohl unterschiedliche Räumlichkeiten als auch verschiedenste Licht- und Geräuschverhältnisse simulieren. Mit diesen Möglichkeiten des neuen ETZ sind diverse Umgebungen realistisch abgebildet und damit vergleichbar mit anderen ETZ-Standorten deutschlandweit  (bspw. Wittlich-Wengerohr in Rheinland-Pfalz oder Dortmund in Nordrhein-Westfalen).

Minister Bouillon: „Mit dem neuen Zentrum wird die Vorbereitung der saarländischen Vollzugspolizei auf mögliche Amokläufe und Terrorlagen deutlich verbessert, sowohl die erforderlichen Trainingsinhalte und –standards, als auch die sicherheitspolitischen Vorgaben sind gewährleistet.“ Außerdem könne der zunehmenden Gewalt gegen die Polizei im täglichen Dienst mit dieser professionellen Aus- und Fortbildung adäquat begegnet werden, so Bouillon.

Das neue ETZ ist das erste seiner Art im Saarland. Die Bau- und Ausstattungskosten betragen rund 6 Millionen Euro, im Herbst 2018 soll der Betrieb der Einrichtung beginnen.

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