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Das Saarland ist bekanntlich das kleinste deutsche Bundesland. Und doch bietet es sehr viel Raum für Kreativität. Allerdings schlummern in den Köpfen der schöpferischen Freigeister, Werbeagenturen, Grafiker und Kunst-Hochschulen hierzulande noch viele Ideen, die aus den verschiedensten Gründen bislang noch nicht zur Geltung kamen. Das ist schade – doch die reha gmbh möchte das ändern. Deshalb hat die Werkstatt für Menschen mit Behinderung jetzt unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Aktion „Ausdruck Saarlands Kreativität“ ins Leben gerufen.

Hierbei sind alle Kreativen im Land aufgerufen und herzlich eingeladen, noch bis zum 25. Oktober 2017 ihre künstlerischen Projekte einzureichen. Dafür wurde extra eine Homepage gestaltet: Unter www.ausdruck-saarlands-kreativität.de können die Teilnehmer ohne viel Papierkram oder Aufwand ihre gestalterischen DIN A3 Entwürfe in Form eines druckfähigen PDFs hochladen. „Höhepunkt der Aktion ist dann am 8. November 2017 eine Vernissage, die um 17 Uhr von Sozialministerin Monika Bachmann eröffnet wird. Hier werden wir bei einer großen Ausstellung im MarketingCenter alle Einsendungen der Öffentlichkeit vorstellen“, erklärt Thomas Vogelgesang, der neben Gisbert Latz und Rüdiger Clemens einer der drei Geschäftsführer der reha gmbh ist.

Warum jetzt gerade die reha gmbh eine solche Aktion aus der Taufe gehoben hat, ist schnell erklärt. Zum einen ist das Unternehmen in vielfacher Weise ein Teil der kreativen Landschaft hier im Saarland. In den drei Tätigkeitsfeldern Druck, Marketing sowie Logistik bringen die Beschäftigten mit Behinderung ihre Qualifikation zum Ausdruck. Ihre Arbeit ist Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Sie ist Ausdruck ihres Selbstbewusstseins. Ist Ausdruck ihrer Anerkennung. Zum anderen sind die Mitarbeiter mit Handicap aber auch Bindeglied und Schnittstelle – so sind sie mit ihrer Arbeit vielfach für die Umsetzung der Kreativität von großen und kleinen Unternehmen aus ganz Deutschland verantwortlich.

Diese sinnstiftende Bedeutung von Kreativität und Arbeit verpackt die reha gmbh nun in „Ausdruck Saarlands Kreativität“. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer lobt die Initiative der reha gmbh. Die Schirmherrin sagt: „Einen Arbeitsplatz zu haben, eine Beschäftigung auszuüben und sein eigenes Geld zu verdienen sind elementare Voraussetzungen zur gesellschaftlichen Teilhabe, speziell für Menschen mit Behinderung. Hierzu leistet die reha gmbh seit Jahren einen wertvollen Beitrag. Mit der Aktion ‚Ausdruck Saarlands Kreativität‘ geht das Unternehmen einen neuen Weg, um Menschen mit Behinderung noch mehr in die kreative Szene des Landes zu integrieren. Das verdient Respekt und Beachtung. Ich wünsche mir, dass viele Saarländerinnen und Saarländer mitmachen.“

Der Begriff „Ausdruck“ innerhalb des Aktionsnamens beschreibt nicht nur die sinnstiftend Bedeutung, welche die Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung hat. Hier soll auch eine Brücke geschlagen und „Ausdruck“ gleich in doppelter Weise verstanden werden. Denn bei der Vernissage am 8. November werden bisher noch nicht so bekannte kreative Ideen leuchtend ins Rampenlicht gestellt. Alle Einsendungen werden perfekt in Szene gesetzt und in einem gebührenden Ambiente dem Publikum präsentiert. Ausgedruckt wurden die Exponate zuvor von einer leistungsstarken 5C-Druckmaschine, mit der die reha gmbh gerade ihr umfangreiches Portfolio im DruckCenter erweitert hat und mit der sie ihre führende Position im Digitaldruck weiter sichern will.

Und so sind der Kreativität auch kaum Grenzen gesetzt, denn dieses innovative Drucksystem kann beispielswiese in kleiner Auflage „Weiß auf Schwarz“ oder auch partielle Lacktoner drucken. Zudem sind Metallic- Effekte durch den Druck auf foliiertem Papier möglich. Im Nachgang der Ausstellung bekommen dann alle Teilnehmer 100 Ausdrucke ihres Beitrags geschenkt. „Die Aktion ist bewusst kein Wettbewerb mit einer Jury und einer Preisvergabe. Es soll das breite Spektrum saarländischer Kreativität dargestellt werden – mit dem Hinweis und der Botschaft, dass die Arbeit der Menschen mit Behinderungen hier uneingeschränkt dazugehört“, macht Gisbert Latz deutlich. Denn kreatives Arbeiten stiftet Identität – und ist somit auch ein Ausdruck für Inklusion.

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