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„Wer von ‚aufgebauschter Aufregung‘ spricht, wenn es um einen Rotmilan geht, der durch eine Windkraftanlage getötet wurde, und die Gefahr für Wildvögel durch diese Anlagen totschweigt, der sollte sich fragen, ob er noch ein glaubwürdiger Naturschützer oder nur noch Lobbyist der Windkraft-Branche ist.“ Mit diesen Worten reagiert Ralf Georgi, der tierschutzpolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, auf entsprechende Vorwürfe des Vorsitzenden des BUND Saar, Christoph Hassel, gegenüber Windkraft-Gegnern.

„Ein Naturschützer sollte nicht verschweigen, dass Rotmilane ‚absolut und auf den Brutbestand bezogen zu den häufigsten Kollisionsopfern an Windenergieanlagen‘ gehören, wie es in einem Gutachten der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten nachzulesen ist. ‚Allein die Verluste durch Windkraftanlagen liegen hier im Grenzbereich einer Populationsgefährdung‘, heißt es in ihrem ‚Neuen Helgoländer Papier‘. Natürlich müssen auch die intensive Landwirtschaft, illegales Jagen und der Verlust der Lebensräume für Rotmilane kritisiert werden.

Aber zum Verlust der Lebensräume von Wildtieren gehört eben auch die Zerstörung geschlossener Waldflächen für neue Windkraftanlagen. Und die Gefährdung durch die Rotoren darf auch nicht einfach ignoriert werden. Es wäre wünschenswert, wenn sich der BUND-Landesvorsitzende etwas faktenreicher zu Wort melden würde. Die Natur zu zerstören und die Gefahr bereits gefährdeter Arten zu leugnen, um angeblich Natur zu schützen, ist widersinnig. Es ist verständlich, dass der Gründer des BUND, Enoch zu Guttenberg, den Verein verlassen hat („Es geht nicht mehr um die Natur und ihren Schutz. Mir reicht es“).“

Link zum „Neuen Helgoländer Papier“ der Vogelschutzwarten der Länder:

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/150526-lag-vsw_-_abstandsempfehlungen.pdf

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