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Im Saarland sind im Rahmen des Ersten Demenzplans rund 500 Polizistinnen und Polizisten im Umgang mit Demenzpatienten vom Roten Kreuz im Saarland geschult worden. Schulungsinhalte sind Informationen zur Erkrankung, Behandlung und zum Umgang mit dementiell veränderten Menschen und deren Angehörigen. In diesem Zuge erarbeitete die Landesfachstelle Demenz gemeinsam mit dem Fachbereich Pflege des Roten Kreuzes im Saarland die Broschüre „Ein Ratgeber für die Polizei – Einsatz mit an Demenz erkrankten Menschen“. Diese wurde am 30. Juni im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

„Die Polizei ist bei ihren Einsätzen mit ihrer umfassenden Aufgabenstellung mit der Krankheit in besonderem Maße konfrontiert. Daher hat mein Ministerium zusammen mit der Landesfachstelle Demenz Ende letzten Jahres als eine Maßnahme des Ersten Demenzplanes für das Saarland in Zusammenarbeit mit dem Landespolizeipräsidium und dem Roten Kreuz im Saarland mit Sensibilisierungsschulungen der Polizei im Streifendienst begonnen. In knapp einem halben Jahr konnten nahezu alle Polizeiinspektionen vom Roten Kreuz im Saarland geschult werden. Vielen Dank für die tolle Umsetzung“, sagte Sozialministerin Monika Bachmann.

Vizepräsidentin des Roten Kreuzes im Saarland Margarete Schäfer-Wolf erklärte: „Das Rote Kreuz im Saarland, das als Wohlfahrtsverband in hohem Maße mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in dem Aufgabenfeld Pflege – Demenz engagiert ist, übernahm die Umsetzung der Entwicklung einer „Sensibilisierungsschulung Demenz“ für bestimmte Berufsgruppen. Hierzu gehörte in 1. Linie die Berufsgruppe der Polizeibeamten sowie die der Feuerwehren und des Rettungsdienstes.“

Monika Bachmann sagte abschließend: „Mein Dank gebührt allen Akteuren für die erfolgreiche Kooperation und den Einsatz in diesem wichtigen Themenfeld, das für uns alle auch in Zukunft eine große Herausforderung darstellt.“

Hintergrund:

Den Startschuss für die Sensibilisierungsschulungen der saarländischen Polizei bildete eine Auftaktveranstaltung im Oktober 2016. Landespolizeipräsident Norbert Rupp hob die Bedeutung des Themas Demenz für die Polizei hervor.

Die Nachfrage seitens der Polizei war sehr hoch: Ab November 2016 fanden bis jetzt 33 Termine zur konkreten Schulung von Streifenpolizistinnen und Polizisten  in 19 Polizeiinspektionen durch das DRK, Herrn Andrzejczak, statt. Schätzungsweise rund 500 Polizistinnen und Polizisten wurden dabei in allen Inspektionen in etwas mehr als einem halben Jahr geschult. Die Schulungsmaßnahmen wurden mit Mitteln des Sozialministeriums finanziert.

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