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„Natürlich ist es erfreulich, wenn die Haushaltslücke kleiner wird. Dass dies aber in erster Linie den historisch niedrigen Zinsen und einer ungewöhnlich positiven Steuerentwicklung zu verdanken ist und weniger einem besonders glücklichen Regierungshandeln, ist der Landesregierung hoffentlich bewusst.“

Mit diesen Worten reagiert Oskar Lafontaine auf die Ergebnisse der Haushaltsklausur der „großen Koalition“. „Da CDU und SPD erst ab dem Jahr 2020 langsam die unterdurchschnittlichen Investitionsmittel erhöhen wollen, wächst die Sanierungslücke, die die IHK schon jetzt auf über eine Milliarde Euro beziffert, noch weiter an und unser Land fällt immer mehr zurück. Mehr Lehrer für Ganztagsschulen und eine bessere Schutzausstattung für unsere Polizei sind Maßnahmen, die wir unterstützen. Der große Wurf bleibt allerdings aus.

Auch weil sich CDU und SPD weiterhin weigern, sich auf Bundesebene für eine gerechte Besteuerung von Millionen-Einkommen, -Vermögen und –Erbschaften einzusetzen und in Zeiten von Null-Zinsen starr an der als reine Ausgabenkürzung missverstandenen Schuldenbremse festhalten. Wie die in Aussicht gestellten Investitionen ab 2020 finanziert werden sollen, wenn die Zinsen wieder steigen, darauf hat die Landesregierung keine Antwort.“

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