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Privatdozent Dr. Vladimir Lazić, zurzeit Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter an der Universität Bonn, erhielt am Dienstag (28.3.17) in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunde zum Professor für Mathematik.

Vladimir Lazić studierte Mathematik an der Universität Belgrad und promovierte 2009 zum Thema „Towards Finite Generation of the Canonical Ring without the Minimal Model Program“ an der Universität Cambridge. Nach Aufenthalten als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut in Bonn, an der Universität Grenoble, am Imperial College London und an der Universität Bayreuth übernahm er 2013 die Leitung der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Universität Bonn.

In Vladimir Lazićs Forschung geht es um die Vollendung der Klassifikation algebraischer Varietäten. Dies sind die Hauptobjekte der algebraischen Geometrie, die sich mit Nullstellen von Polynomen beschäftigt und wichtige Anwendungen in der modernen Physik findet. Varietäten haben im Allgemeinen ein sehr kompliziertes Aussehen, z.B. die Form einer Kastanienschale. Das Hauptziel der Forschung ist die Lösung der sehr wichtigen Abundance-Vermutung, welches unter anderem zeigen würde, dass alle algebraischen Varietäten mit drei einfachen Bausteinen (flach, konvex oder konkav) aufgebaut sind.

An der Universität des Saarlandes wird Vladimir Lazić die weltweit anerkannte Forschung der Fachrichtung Mathematik ergänzen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen in den Gebieten Geometrie und Algebra/Zahlentheorie wird im Fokus stehen, auch um die Vorteile der Computer Algebra zu nutzen. Vladimir Lazić wird seinen Dienst als Professor an der Universität des Saarlandes am 1. April 2017 aufnehmen.

 

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