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Nachdem allein in der Landeshauptstadt Saarbrücken nach Angaben der Oberbürgermeisterin Charlotte Britz rund 4000 Sozialwohnungen fehlen, fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag die Landesregierung auf, Vorschläge für eine Belebung des sozialen Wohnungsbaus im Land zu machen. Der parlamentarische Geschäftsführer Jochen Flackus erklärt:

„Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist groß. Das ist auch eine Folge der Versäumnisse der letzten Jahre, denn seit Anfang 2000 wurden im Saarland kaum noch öffentlich geförderte Wohnungen gebaut, in den Jahren 2010 bis 2014 sogar – als einziges westdeutsches Bundesland – keine einzige neue Sozialwohnung. Selbst Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Länder und Kommunen jetzt aufgefordert, größere Anstrengungen zu unternehmen, um das Wohnen wieder bezahlbar zu machen.

Dem kann man nur zustimmen: Wir brauchen wieder mehr öffentlich geförderten Wohnraum. Auch über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, zum Beispiel die Grunderwerbssteuer, oft als Hindernis für mehr Wohnungsbau genannt, muss diskutiert werden.“ Dazu wird Flackus jetzt auch eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung stellen. DIE LINKE fordert, dass kommunale Bauträger und gemeinnützige Genossenschaften stärker als bisher gefördert werden. Österreich sei ein Beispiel dafür, wie es gehen könnte: Denn sechs von zehn Österreichern wohnen in Gemeinde- oder Genossenschaftswohnungen.

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