TEILEN

Am vergangenen Freitag Nachmittag empfing Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Staatskanzlei den Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) Prof. Jan Wörner und den neuen ESA-Astronauten Dr. Matthias Maurer zu einem einstündigen Gespräch.

Der gebürtige Saarländer Maurer legte den Grundstein für seine Karriere an der Universität des Saarlandes. Dort studierte er Materialwissenschaft und absolvierte als erster Deutscher einen internationalen Studiengang von Saar-Uni und EEIGM in Nancy sowie an der Universität in Barcelona.

„Ich freue mich sehr, dass ein Saarländer es geschafft hat, in das Team der Europäischen Weltraumorganisation ESA als neuer deutscher Astronaut aufgenommen zu werden. Dies zeigt, dass vom Wissenschaftsstandort Saarland mit seinen herausragenden Instituten für Künstliche Intelligenz, Nano- und Informationstechnologien auch wichtige Impulse für die Internationale Raumfahrt ausgehen. Da die ESA eine besonders frankophile Organisation ist, mit der Zentrale in Paris, hat unser Land mit seiner besonderen Frankreichkompetenz eine zusätzliche Qualifikation. Deshalb sehe ich gute Chancen für eine langfristige Kooperation mit Forschern und Unternehmen auf dem Gebiet der Raumfahrtindustrie sowie deren Anwendungen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Astronaut Maurer unterstrich die weiter enge Bindung zu seiner Heimat: „Meine Kindheit im Saarland hat mich sehr positiv und nachhaltig geprägt – wie auch das spätere Studium an der Saar-Uni. Im Bereich Materialwissenschaft habe ich dort fachlich sehr gute und spannende Veranstaltungen besuchen dürfen. Zudem habe ich mich gefreut, als gebürtiger Saarländer, in der ersten Generation des Europäischen Master-Diploms für Materialwissenschaften gewesen zu sein. Gerade in diesen Zeiten ist die enge Zusammenarbeit zwischen europäischen Studenten und Wissenschaftlern sehr wertvoll. Das bestätigt sich auch jeden Tag bei meinem heutigen Arbeitgeber, der Europäischen Weltraumorganisation ESA.“

Im Laufe der Gespräche zeichnete sich ab, dass gerade in den Bereichen Materialwissenschaften und IT, rund um Erdbeobachtungs- oder Navigationsanwendungen, spannende Potentiale für Forschung und Wirtschaft des Saarlandes liegen. Nach dem Gespräch mit der saarländischen Ministerpräsidentin eröffneten die beiden ESA-Vertreter eine Vortragsreihe an der Universität des Saarlandes über die Raumfahrt in Europa.

KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here