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Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr hat erneut das Siegel „Familienfreundliches Unternehmen“ erhalten. Dr. Heino Klingen, Hauptgeschäftsführer der IHK, überreichte die Urkunde am Freitag, 15. September, an Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Anlass für die Rezertifizierung ist ein neuer Baustein im Unterstützungsangebot des Ministeriums: Ab kommendem Jahr werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Familienangehörige pflegen, zwei Pflegelotsen zur Seite stehen. Sie sollen bei allen arbeits- und dienstrechtlichen Fragen rund um das Thema Pflege unterstützen.

„Eine Behörde, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gute Arbeit ermöglichen will, braucht flexible Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels beschäftigt uns vor allem die Pflege älterer Familienangehöriger dabei immer stärker. Wir wollen unseren Beschäftigten Unterstützung anbieten, damit sie auch die zusätzliche Herausforderung zu Hause gut meistern können“, so die Ministerin.  Die 2016 gegründete AG „Pflege“ entwickelt bereits weitere Maßnahmen, etwa Veranstaltungsreihen, die sich mit rechtlichen, sozialen und psychischen Aspekten im Zusammenhang mit der Pflege Angehöriger beschäftigen.

Schon 2014 war das Ministerium mit dem Gütesiegel ausgezeichnet worden, weil es mit flexiblen Arbeitszeiten, Telearbeit und Einzelfall-Lösungen in besonderen Notlagen gute Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet. Nun erfolgte die Rezertifizierung für weitere drei Jahre. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ausnahmesituationen zu unterstützen, ist Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Auch hier geht das Ministerium neue Wege. Erstmals findet zurzeit die Seminarreihe „Lebe Balance“ statt. In sieben Einzelseminaren werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von einer Gesundheitsmanagerin der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland im Umgang mit den Herausforderungen des Arbeitsalltags gecoacht. Dabei lernen sie, achtsamer mit Körper und Geist umzugehen, etwa im Hinblick auf Überlastung und Stress. In den Seminaren werden zahlreiche kleine psychologische Fertigkeiten und Tricks vermittelt und geübt, um die Widerstandskraft gegenüber psychischer Belastungen zu verbessern.

Für Ministerin Rehlinger ist klar: „Betriebliches Gesundheitsmanagement muss selbstverständlich sein. Ohne gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann ein Betrieb nicht funktionieren. Dabei geht es nicht nur um das körperliche Wohlbefinden, sondern auch um die psychische Gesundheit. Damit diese im stressigen Arbeitsalltag nicht unter die Räder kommt, geben wir den Kolleginnen und Kollegen die richtigen Instrumente an die Hand, um psychische Belastungen wie Stress und Zeitdruck meistern zu können.“

Neu im Ministerium ist auch das Angebot, im Rahmen des Betriebssports eine medizinische Massage in einer der kooperierenden Massagepraxen wahrzunehmen. Dabei bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – wie bei allen Betriebssportgruppen – bis zu einer Stunde pro Woche auf die Dienstzeit angerechnet. Neben dem Massage-Angebot gibt es noch sieben weitere Betriebssportgruppen: Laufen bzw. Walking, die bewegte Mittagspause, Fußball, Rudern, Yoga, Fitness und Fahrrad.

Seit 2012 besteht zwischen dem Ministerium und der AOK ein Rahmenvertrag zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Seither ist die AOK nicht nur Partner beim jährlich stattfindenden Gesundheitstag im Ministerium, sondern führt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Gesundheitsanalysen durch. Außerdem bietet die AOK weitere Seminare an, insbesondere zu den Themen Resilienz, Kommunikation und Konfliktbewältigung. Für das Betriebliche Gesundheitsmanagement stehen in der Landesverwaltung 100.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

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