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Es ist ein gelungenes Beispiel deutsch-französischer Zusammenarbeit – darin sind sich alle Projektbeteiligte einig. Gemeint ist der Bau einer Fischaufstiegsanlage an der Blies bei Habkirchen.

Das französische Unternehmen SCI Hydro Lorraine betreibt auf der Gemarkung Frauenberg eine Wasserkraftanlage in der Blies. Die Sicherstellung der für den Betrieb der Turbinen erforderlichen Wassermenge erfolgt über ein etwa 130 Meter langes Wehr. Dieses Bauwerk stellt für Fische und andere Wasserlebewesen ein unüberwindbares Hindernis dar.  Zur Wiederherstellung der biologischen Durchgängigkeit ist der Bau einer Fischaufstiegsanlage vorgesehen.

Da die Anlage aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auf der zu Deutschland gehörenden Uferseite des Grenzflusses errichtet werden muss, war auch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) als Genehmigungsbehörde beteiligt. Da beide Länder ein Interesse am Bau dieser Anlage haben, einigten sich die Behörden diesseits und jenseits der Grenze auf eine gemeinsame Bezuschussung.

Bis zu 50 Prozent der Baukosten kann ein privater Betreiber von Wasserkraftanlagen als Förderung nach der Förderrichtlinie Gewässerentwicklung erhalten. Rund 58.600 Euro steuert das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zu dem Projekt bei. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer bei einem Vor-Ort-Termin an SCI Hydro Lorraine überreicht.

Krämer nutzte die Gelegenheit, um noch einmal die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten zu loben: „Dieses Projekt ist ein positives Beispiel dafür, wie durch Kontaktpflege in zwischenstaatlichen Gremien wie IKSMS, Gewässernachbarschaften oder Hochwasserpartnerschaften der Boden bereitet wird für gemeinsame erfolgreiche Projekte im grenznahen Bereich. Im vorliegenden Fall genügte bereits die Abstimmung auf Arbeitsebene, um die gemeinsame Kofinanzierung des Projekts zur Verbesserung des Zustandes des Grenzgewässers Blies zu ermöglichen. Ohne die regelmäßig stattfindenden Treffen der Akteure beiderseits der Grenze wäre dies gewiss nicht so unkompliziert möglich gewesen.“

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