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Mit Blick auf den Eier-Skandal rät der saarländische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, den Verbraucherinnen und Verbrauchern, „derzeit nach Möglichkeit auf Eier und Eiprodukte aus regionaler Produktion zurückzugreifen“. Die Lebensmittelkontrolleure des Landesamtes für Verbraucherschutz hätten in den vergangenen Tagen gut drei Viertel der Eiererzeuger auf die Verwendung von fipronilhaltigen Desinfektionsmitteln untersucht, ebenso wurden Eierpackstellen und Eierverarbeitungsbetriebe kontrolliert. Ohne Beanstandungen.

Jost kritisierte zugleich die Informationspolitik der Verantwortlichen in Belgien und den Niederlanden, die viel zu spät und bisher auch unzureichend über den Einsatz des verbotenen Insektizids Fipronil und die Vertriebswege informiert hätten. „Über die Behördenkommunikation wird noch mal zu sprechen sein“, so Jost. Über den Skandal und die notwendigen Konsequenzen werde man jetzt auch in einer hochkarätigen Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern diskutieren.

Der Minister kritisiert auch fehlende Informationen von Seiten der Discounter, die teilweise früher und in eigener Verantwortung ihre Eier-Bestände hätten kontrollieren und ihre Kunden frühzeitig aufklären müssen. „Es waren bisher vor allem die Verbraucherinnen und Verbraucher selbst, die in den letzten Tagen versucht haben, sich über Listen im Internet und die Printnummern belasteter Eier ein Bild zu machen. Das fördert nicht gerade das Vertrauen der Bürger in den Handel und die Lebensmittelsicherheit.“

Im Saarland sind in mehreren Discounter-Filialen belastete Eier aufgetaucht. „In welcher Größenordnung wir betroffen sind, ist derzeit noch nicht genau zu beziffern. Noch immer gehen neue Informationen über unser Lebensmittel-Warnsystem ein“, so Jost. „Die Rücknahmeaktionen werden von unseren Lebensmittelkontrolleuren überwacht.“

 

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