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Saarland | DIE LINKE: Sieben Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima bleibt AKW Cattenom eine Gefahr für die Region

Zum siebten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima haben Aktivisten der LINKEN, von Attac und „Cattenom non Merci“ auf der Mettlacher Brücke an den schrecklichen Unfall und seine Folgen erinnert. Die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dagmar Ensch-Engel, erklärt:

„Nach dem Unfall in Fukushima hatte man den Eindruck, dass alles getan werden sollte, um einen Ausstieg aus der Atomenergie zu forcieren. Auch der damalige französische Präsident kündigte an, alte, störanfällige Meiler zu schließen. Aber so wie es heute aussieht wird Cattenom nunmehr noch länger am Netz bleiben, als ursprünglich vorgesehen.“

Aus Sicht der Politikerin stellt der Pannenreaktor in direkter Grenznähe ein immer größer werdendes Sicherheitsrisiko für die Region dar. Mit insgesamt über 800 Störfällen seit der Inbetriebnahme häufen sich die Zwischenfälle inzwischen massiv. In den letzten Wochen gab es acht Störfälle und am 9.3.2018 sogar zwei an einem Tag.

„Es kommt vermehrt zu Rauchentwicklungen in der Elektroinstallation oder verursacht durch Überlastungen von Pumpen“, so Ensch-Engel weiter, „was bei dem Alter der Anlagen nicht verwundert! Bisher wurden alle Aufforderungen der Linken zur Intervention für eine Abschaltung der Anlage nicht umgesetzt, auch gab es bisher keine konkreten Vorschläge zu einer Unterstützung, gemeinsam mit Luxemburg, zum Rückbau des Reaktors.“

Ensch-Engel abschließend: „Wir sitzen auf einem Pulverfass und appellieren jetzt an unsere saarländischen Vertreter in Berlin, Frau Kramp-Karrenbauer, Herrn Altmeier und Herrn Maas, sich für die Sicherheit des Saarlandes einzusetzen, die Abschaltung des Pannenreaktors in Cattenom zu fordern und entsprechende Maßnahmen zum Ausstieg zu erarbeiten.“

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