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Saarland | Das Überleben der Bienen sichern: „Mit unseren Maßnahmen und Projekten auf dem richtigen Weg“

Bild: Anita Naumann

Sie ist weit mehr als nur ein Honiglieferant. Die Biene ist zuständig für die Bestäubung von ungezählten Blüten. Ohne diese Bestäubung gäbe es keine Blumen und Bäume, weder Obst noch Gemüse. Jedoch schrumpft die Zahl der Bienenvölker in Folge von Krankheiten und des Umstandes, dass blühende Felder und Wiesen als Nahrungsgrundlage der summenden Nutztiere immer weniger werden.

Das Saarland steht im bundesweiten Vergleich allerdings noch recht gut da, wie der Imkerverband bestätigt. Er nennt erfreuliche Zahlen: 2000 Imker gibt es im Saarland, die sich um rund 10.000 Bienenvölker kümmern. Der Verband spricht sogar von einem „Bienenparadies“.

„Uns zeigen diese Zahlen, dass wir mit unseren Maßnahmen und Projekten auf dem richtigen Weg sind. Das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt auf den Erfolgen ausruhen. Wir werden auch weiterhin daran arbeiten, die Lebensbedingungen der fleißigen Bestäuber zu verbessern, um ihr Überleben in der Zukunft zu sichern“, so Umweltminister Reinhold Jost. Der Minister nutzte die Landtagsdebatte am Mittwoch zum Thema „Bienen schützen“, um für Unterstützung zu werben bei Landwirten, Kommunen und den Bürgern.

Im Saarland habe man eine ganze Reihe von Maßnahmen und Programmen zum Wohl der Bienen umgesetzt:

–      Im Rahmen der Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, die das Saarland in der Förderperiode 2014-2020 aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) anbietet, werden im Saarland ca. 70 Betriebe mit einem Flächenumfang von ca. 1.100 ha für die Beibehaltung von Zwischenfrüchten oder Untersaaten über Winter gefördert. Es stehen dort 400.000 € an Fördermitteln zur Verfügung.

–      Aus demselben Fördertopf werden im Saarland über 100 Betriebe mit einem Flächenumfang von ca. 300 ha für den jährlichen Anbau von  „Blühflächen als Integration naturbetonter Strukturelemente in der Feldflur“ gefördert (800.000 € Fördermittel).

–      Das Umweltministerium berät mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer aktiv die Landwirte mit dem Ziel, chemische Pflanzenschutzmaßnahmen auf ein Minimum zu beschränken. Den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im privaten und häuslichen Bereich werden entsprechend der gesetzlichen Möglichkeiten weiter reduziert. Jost: „Im Hinblick auf Glyphosat verfolgen wir zusammen mit der Bundesregierung eine Ausstiegsstrategie.“

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