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Das Ende 2015 aufgelegte Förderprogramm des Umweltministeriums für die Neupflanzung von Obstbäumen auf Streuobstwiesen im Saarland hat einen regelrechten Boom ausgelöst: Rund 485.000 Euro an Fördergeld sind bis dato bewilligt worden. Zählt man die seit August 2014 geltende Förderung für Streuobst-Projekte hinzu, so wurden bislang rund 510.000 Euro bewilligt.

„Das ist ein echter Erfolg, der uns in unserem Engagement für den Erhalt der im Schwinden begriffenen Streuobstwiesen bestätigt. Wir brauchen die Wiesen nicht nur zur Bewahrung unseres kulturellen Erbes, sondern vor allem auch als Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten“, so Minister Reinhold Jost.

So seien die Obstwiesen auch ein wichtiger Lebensraum für die bedrohten Bienen, „für deren Schutz wir eine ganze Reihe von Maßnahmen aufgelegt haben. Zu nennen ist hier natürlich auch unser neues Blühflächenprogramm, das sich an Kommunen richtet. Hier haben wir aktuell bereits rund 29.000 Euro für insgesamt sechs Projekte bewilligt“, so Jost. Das Land wolle in diesem Zusammenhang, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, prüfen, ob auch Landesflächen zur Anlage von Blühflächen genutzt werden können. „Wir müssen dem Bienensterben aktiv entgegenwirken, sie sind für unser Ökosystem unverzichtbar“, betont der Minister.

„Vor diesem Hintergrund ist auch die Arbeit unserer Imker so enorm wichtig, die wir auch nach Kräften unterstützen. So fördern wir mit gut 30.000 Euro jährlich Maßnahmen zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen von Honig und anderen Bienenzuchtprodukten. Gut angelegtes Geld“, findet der Minister. „Damit es im Saarland auch in Zukunft summt.“

 

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