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Nachdem eine neue Studie bestätigt, dass die Bafög-Sätze deutlich zu niedrig sind um die Lebenshaltungskosten junger Studierender decken zu können, fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag eine grundlegende Bafög-Reform. Die hochschulpolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt:

„Allen Studierenden muss Bafög ohne Darlehensanteil und unabhängig vom Elternhaus in einer Höhe zur Verfügung stehen, die wirklich dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Studienkredite sind keine Lösung, denn viele junge Menschen scheuen sich ansonsten vor einem Studium, aus Angst, nach Abschluss mit einem Schuldenberg dazustehen – meist zu einer Zeit im Leben, in der man eine Familie gründen will und beruflich erst einmal anfangen muss. Auch Studiengebühren durch die Hintertür, wie sie CDU und SPD im Saarland nun wieder planen (die Hochschulen sollen laut Koalitionsvertrag ‚in stärkerem Umfang eigene Einnahmen auch durch Verwaltungskostenbeiträge‘ generieren), lehnen wir entschieden ab, da sie vor allem diejenigen treffen, die bereits jetzt jeden Euro zweimal umdrehen müssen.“

Der Abgeordnete Dennis Lander ergänzt: „Wenn laut Deutschem Studentenwerk die Lebenshaltungskosten bei monatlich rund 1000 Euro liegen, die Höchstförderung für Studierende aber nur bei 735 Euro, ist klar, dass junge Menschen aus Elternhäusern mit niedrigen Einkommen schlechtere Chancen auf ein Studium haben. Zumal inzwischen lediglich rund 15 Prozent der Studierenden Bafög beziehen, weil die Bundesregierungen der letzten Jahre diese Studienförderung immer mehr kaputtgekürzt haben. Bildung ist aber ein Menschenrecht, von dem niemand ausgeschlossen werden darf. Und schon jetzt sind Studierende aus Arbeiterfamilien an den Hochschulen die Ausnahme. Damit muss Schluss sein.“

Die Landesregierung sollte sich im Interesse der saarländischen Studierenden für eine grundlegende Überarbeitung der Bafög-Regeln und –Sätze einsetzen, so Spaniol und Lander abschließend.

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