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DIE LINKE im Saarländischen Landtag unterstützt weiterhin die Initiative zur Wiedereinführung des Abiturs nach neun Jahren (G9) an saarländischen Gymnasien und fordert die Landesregierung auf, den Willen vieler Eltern zu respektieren, die Entwicklungen in den anderen Bundesländern zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend aktiv zu werden. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt:

„Der Bildungsminister weist zu Recht darauf hin, dass mittlerweile alle anderen westlichen Flächenländer zum G9 zurückgekehrt sind. Gerade deshalb dürfen CDU und SPD im Saarland nicht länger auf der Bremse stehen. Dieser Sonderweg schadet dem Land. Wer soll verstehen, dass die CDU z.B. in Schleswig-Holstein verspricht, ‚unseren Kindern wieder mehr Zeit für Bildung zu geben und daher flächendeckend wieder das Abitur nach 13 Jahren‘ einzuführen, während die Parteifreunde im Saarland stur am Turbo-Abi festhalten?

Es gibt Studien, nach denen sich fast 80 Prozent der Eltern die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren wünschen. Hochschulreife und Studierfähigkeit brauchen Zeit, nicht Stress und Druck. Die Landesregierung hat den Elternwillen schon viel zu lange ignoriert. Es wird höchste Zeit, dass sie endlich handelt und dem Beispiel der anderen westlichen Flächenländer folgt. Das Saarland darf nicht die einsame Insel des Schulstresses und des Leistungsdrucks sein! Das wäre sicherlich kein Standortvorteil.

Da das Saarland außerdem das traurige Schlusslicht der direkten Demokratie ist und die Hürden für ein erfolgreiches Volksbegehren viel zu hoch sind, sollte die Landesregierung von sich aus tätig werden und eine Reform zurück zu G9 in Angriff nehmen – am Anfang zumindest an ausgewählten Standorten.“

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