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Nachdem vier Grundschulen auf Wunsch der Eltern den Französischunterricht ab der ersten Klasse abschaffen und die Zahl der Grundschülerinnen und Grundschüler, die Französisch lernen, sinkt, fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag die Landesregierung auf, den Französisch-Unterricht zu stärken und den deutsch-französischen Austausch stärker mit Leben zu füllen. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol:

„Es reicht nicht aus, wenn sich die Landesregierung ständig selbst für ihre ‚Frankreichstrategie‘ lobt. Zu einer echten Strategie gehört ein konkreter Plan, wie ein verbindliches Ziel erreicht werden soll – und genau das fehlt. Wenn das Saarland bis 2043 zweisprachig werden soll, dann müssen auch alle Saarländerinnen und Saarländer bis dahin Französisch lernen können. Viele Eltern haben Sorge, dass das zulasten des Englischunterrichts geht und ihre Kinder im Berufsleben schlechtere Chancen haben. Diese Sorgen sollte man ihnen nehmen.

Denn gerade in Kitas und an den Grundschulen kann Französisch noch spielerisch vermittelt werden, ohne dass deshalb später Englisch auf der Strecke bleiben müsste. Aber dafür muss das Land auch entsprechendes Personal gewährleisten. So gibt es immer noch zu wenig französische Muttersprachlerinnen und Muttersprachler an den Kitas und Schulen. Ohne zusätzliches Geld für Personal, ohne konkrete neue Projekte und ohne, dass die Eltern mitgenommen werden, wird die ‚Frankreichstrategie‘ ein nettes Blatt Papier bleiben.“

 

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