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Arbeitsministerin Anke Rehlinger will sich weiter für einen Passiv-Aktiv-Transfer (PAT) zu Gunsten langzeitarbeitsloser Menschen einsetzen. Durch ihn werde es möglich, „zusätzliche finanzielle Mittel für öffentlich geförderte Beschäftigung zu mobilisieren“, sagte sie bei einem Treffen mit Vertretern der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Saar.

Fachlich sei „unbestritten, dass es für Langzeitarbeitslose ganz unmittelbar positive Effekte hat, wenn sie einer Beschäftigung nachgehen können und in ein soziales Umfeld eingebunden sind“. Dafür müssten in den Eingliederungsbudgets der Jobcenter aber nachhaltig die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, in erster Linie durch eingesparte Passivkosten.

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Saar sieht dies genau so. Vorsitzender Michael Hamm: „Wir begrüßen es, dass im Koalitionsvertrag der öffentlich geförderten Beschäftigung ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Wir stehen in der Verantwortung, mehr Menschen den Übergang in reguläre Beschäftigung zu ebnen.“ Dazu könne der PAT einen wichtigen Beitrag leisten. Durch ihn werden Unterstützungsleistungen, die Langzeitarbeitslose für ihren Lebensunterhalt erhalten, in Zuschüsse für Beschäftigung und Lohn umgewandelt.

Arbeitsministerin Rehlinger bedauerte es, dass insbesondere der Bundesfinanzminister beim Thema PAT skeptisch bleibe: „Er verkennt, dass es nicht nur sozialpolitische, sondern auch gesamtfiskalische Vorteile gibt, wenn man Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanziert.“ Sie kündigte an, dass das 2014 gemeinsam mit Kirchen, Gewerkschaften, Kommunen und anderen Partnern beschlossene „Gemeinsame Kommuniqué“ zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit im Saarland fortgeschrieben werde. Dabei sei die Liga der Freien Wohlfahrtspflege ein wichtiger Partner.

Rehlinger: „Das Kommuniqué ist ein Appell; denn allein auf der Landesebene sind die Handlungsmöglichkeiten beschränkt,. Wir ziehen an einem Strang, um auf Bundesebene dafür zu streiten, dass bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zusätzliche Anstrengungen unternommen werden.“

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