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Zum ersten Mal in der mehr als 30-jährigen Geschichte des Unternehmens haben am Dienstag dieser Woche die Beschäftigten der WOLF-Gruppe einen Betriebsrat gewählt. Von den rund 150 Arbeitnehmern des Spezialisten der Werkzeug- und Beschichtungstechnologie beteiligten sich nach Angaben der zuständigen IG Metall Geschäftsstelle Homburg-Saarpfalz mehr als 95 Prozent an der Wahl einer siebenköpfigen Interessenvertretung. Der Betriebsrat wird zeitnah auf seiner konstituierenden Sitzung einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter wählen.

„Mit dieser Wahl ist es uns gelungen, in einem technologie-orientierten Unternehmen mit hohem Facharbeiter-Anteil und relativ sicheren Arbeitsplätzen auch eine gesetzlich legitimierte Interessenvertretung zu schaffen“, betont Betriebsbetreuer Benjamin Krimmling von der IG Metall Homburg-Saarpfalz.

„Dabei spielte vor allem das Bedürfnis der Beschäftigten nach mehr Transparenz über die künftige Entwicklung des Unternehmens eine wichtige Rolle. Außerdem wollen die Arbeitnehmer nachvollziehbare Regelungen über ihre Arbeitszeiten, Prämienzahlungen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Die WOLF-Gruppe, jahrzehntelang als mittelständisches Unternehmen geführt, wurde im Herbst letzten Jahres von einem chinesischen Investor gekauft. „Insgesamt sind die Beschäftigten nach wie vor mit ihrem Arbeitgeber zufrieden“, berichtet Benjamin Krimmling. „Aber sie wollen mehr Mitbestimmung bei der Gestaltung ihrer Arbeitsverhältnisse.“

 

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