Start Kultur&Gesellschaft Homburg | Vornamenshitparade des Standesamts: So nennt Homburg seine Kinder

    Homburg | Vornamenshitparade des Standesamts: So nennt Homburg seine Kinder

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    Es wird gegrübelt, diskutiert und manchmal auch gestritten: wenn Nachwuchs im Anmarsch ist, müssen sich die werdenden Eltern natürlich auch Gedanken über den Namen machen. Dabei hat jede Generation auch ihre Trends was die beliebtesten Namen angeht. Auch für 2017 gab es wieder Namen, die den Nerv der Zeit getroffen haben und bei den Mamas und Papas am beliebtesten waren….

    Bei den beliebtesten männlichen Vornamen im abgelaufenen Jahr unter den in Homburg geborenen Kinder war der „Sieger“ bei den Jungen der Name Ben, der 27 x vergeben wurde, gefolgt von Elias (26 x), Paul (23 x), Luca (21 x) sowie Leon und Maximilian (je 19 x). Das hat das Homburger Standesamt aktuell bei der Auswertung der Geburtsnamen des vergangenen Jahres festgestellt. Auf den weiteren Plätzen rangieren die Vornamen Noah (18 x), Jonas und Alexander (je 17 x), Finn/Fynn (16 x), Henry/Henri, Louis/Luis (je 14 x), David (13 x), Tom (12 x), gefolgt von Liam, Niklas und Leo, für die sich die Eltern je 11 x entschieden.

    Weiterhin wurden die Vornamen Anton, Hannes, Jakob, Michael und Lucas/Lukas (je 10 x), Marlon, Milan, Johannes, Daniel (je 9 x), Till (8 x), Adam, Jan, Julian, Samuel (je 7 x) sowie Jonathan, Maxim, Mika, Moritz, Nils, Oskar, Philipp und Rafael/Raphael (je 6 x) für Jungen vergeben. Für die Vornamen Emil, Felix, Jannis und Linus entschieden sich die Eltern je 5 x. Es folgen die Namen Christian, Aaron, Frederik, Franz, Jayden, Joel, Justus, Jakob, Leandro, Lias, Manuel sowie Matteo, Max, Milo, Omar, Sam, Silas, Tim und Vincent, die jeweils 4 x gewählt wurden.

    Lagen die meistgenannten Vornamen bei den Jungen in ihrer Anzahl sehr nah beieinander, so gab es bei den Mädchen zwischen den beiden beliebtesten und den dann folgenden Namen große Abstände. Gleichzeitig fiel bei den beliebtesten weiblichen Vornamen im Jahr 2017 die „Spitzenreiterin“ des Vorjahres Sophie/Sophia/Sofia auf Rang 2 (76 x) zurück und wurde abgelöst von dem Vornamen Maria/Marie, der 80 x vergeben wurde und im Jahr 2016 noch den zweiten Platz belegte.

    Auf den nächsten Plätzen liegen Luisa/Luise/Louisa (27 x), Emma, Hanna/Hannah (je 19 x), Emilia, Anna/Anne (je 18 x), Amalia/Amelia/Amilia (17 x), Leni, Clara/Klara (je 16 x), Lea (15 x), Mia (14 x) sowie Ella, Johanna, Lena und Elisa/Elise, für die sich je 12 x entschieden wurde. Es folgen die Vornamen Leonie (11 x), Mila, Charlotte, Marlene, Mathilda/Matilda (je 10 x) sowie Amelie und Alina (je 9 x).

    Mit je 8 x belegen die Vornamen Frieda/Frida, Maya, Paula, Ida und Lara die weiteren Plätze. Es folgen die Vornamen Helena, Lina, Mira, Celine, Lia, Julia/Jule (je 7 x), Mara, Milena, Nele, Nora, Sara/Sarah (je 6 x). Schließlich wurden die Vornamen Emily, Jana, Laura, Malia, Melina, Pauline je 5 x  und die Vornamen Alessia, Anastasia, Ava, Greta, Lisa, Romy und Lotta je 4 x gewählt.

    Bei insgesamt 1.930 Geburten, die im Jahr 2017 im Homburger Standesamt registriert wurde (2016 waren es 1.817 Geburten), genügte 1.123 Eltern für ihr Kind ein Vorname, 720 hielten zwei Vornamen für angebracht. Drei Vornamen erhielten 80 Kinder und sieben Elternpaare gaben ihrem Sprössling vier oder sogar mehr Vornamen. Wie schon seit einigen Jahren werden die vom Standesamt Homburg zusam­mengetragenen und ausgewerteten Daten, damit sie nicht verloren gehen, der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden mitgeteilt, um dort in die Gesamtauswertung für die Bundesrepublik Deutschland einzufließen.

    Und wie komme ich jetzt auf einen Namen? 

    Zu der Vornamensgebung gibt es einige grundsätzliche Regeln, die die Eltern vorab wissen sollten. Der Vorname eines Kindes soll das Geschlecht zweifelsfrei erkennen lassen, was nicht zuletzt dem Kinde zugute kommen wird. Bei Namen, die sowohl dem männlichen als auch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden – und dies sind weitaus mehr, als man glauben mag – ist es empfehlenswert, einen weiteren, das Geschlecht eindeutig bestimmenden Vornamen dazuzugeben. Außerdem dürfen trotz eines vorhandenen, aber nicht schrankenlosen  „Vornamenserfindungsrechtes“ der Eltern Begriffe nicht als Vorname verwendet werden, die bereits anderweitig belegt oder aber auch anstößig oder lächerlich sind. Weiter scheiden Familiennamen als Vornamen grundsätzlich aus. Unzulässig ist es auch, Geschwistern den selben Vornamen als einzigen Vornamen zu geben.

     

    Wer im Zweifel ist, ob der für sein Kind vorgesehene Vorname auch in Personen­standsregister eintragungsfähig ist, sollte sich möglichst frühzeitig durch einen Anruf oder eine persönliche Vorsprache bei seinem Standesamt Klarheit verschaffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standesamts Homburg sind gerne bereit, in der Fachliteratur und Rechtsprechung nachzuschlagen, um Zweifel auszuschließen und damit späteren Enttäuschungen vorzubeugen. Kann ein Vorname auch dann nicht gefunden werden, ist als letzte Möglichkeit eine Nachfrage bei der Universität Leipzig, Philologische Fakultät, Vornamensberatungsstelle oder (bei Vornamen afrikanischer Herkunft) bei der Universität Hamburg gegeben. Dort wird geklärt, ob ein Vorname im Geburtenregister eingetragen werden kann. Die Entscheidung ergeht schriftlich und zwar innerhalb von zwei bis drei Tagen. Sie ist allerdings gebührenpflichtig.

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