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Das „Jugendforum“ der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ im Saarpfalz-Kreis und in Homburg ist eine Gruppe junger Menschen, die sich in der Stadt Homburg und im Saarpfalz-Kreis gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit engagiert. Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ hat die Gruppe bereits einige bemerkenswerte Aktionen durchgeführt, so hat sie zum Beispiel auf großen Plakatwänden für „Toleranz statt Ignoranz“ aufgerufen und fordert die Bevölkerung mit einem großen Graffiti an der Wand des Siebenpfeifferhauses in Homburg zu „Toleranz“ auf.

Die Jugendlichen organisieren zusätzlich Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, engagieren sich auf Veranstaltungen mit Info-Ständen und haben einen Film aufgenommen. Unterstützt werden sie hierbei vom Adolf-Bender-Zentrum in St. Wendel und der Prot. Jugendzentrale Homburg. Mit ihrem Projekt „Runder Tisch“ möchten sie die Interessen der Jugend mit Politikerinnen und Politikern diskutieren und sich mit Menschen, die in gesellschaftlichen Positionen wirken, über ihr Engagement austauschen.

Nachdem sich der „Runde Tisch“ bereits mit Menschen aus Presse, der Polizei und Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind getroffen hatte, konnten sich die Jugendlichen dieses Mal mit dem Kreisbeigeordneten Hans Jürgen Domberg treffen, um im Rahmen des Leitthemas „Bedürfnisse junger Menschen im ländlichen Raum“ alltägliche Probleme wie zum Beispiel unzureichende ÖPNV-Anbindung, mangelnde Breitbandversorgung, eingeschränkte Öffnungszeiten von Jugendtreffs, unterfinanzierte Schulgebäude und vieles mehr zu diskutieren.

Da sich nach Ansicht der Jugendforen die geschilderten Probleme in einem nüchternen Seminarraum nur wenig anschaulich diskutieren ließen, entstand die Idee, den „runden Tisch“ in einen normalen Linienbus zu verlegen und den ländlichen  Raum im wahrsten Sinne des Wortes zu „erfahren“. Dank der Bereitschaft des Linienbetreibers Bliesgau-Linien konnte diese Idee auf einer 3,5-stündigen Fahrt von Homburg nach Kleinblittersdorf und zurück in die Tat umgesetzt werden.

Durch die öffentliche Gesprächssituation konnten auch sonstige Fahrgäste des Busses der Diskussion lauschen und sich bei Interesse beteiligen. Auf Basis der zuvor im Plenum der Jugendforen entwickelten Fragen entspann sich während der Busfahrt eine lebhafte Diskussion über zahlreiche Probleme von Jugendlichen in verschiedenen Ortschaften bzw. an diversen Schulen.

Herr Domberg ließ sich vielfach konkrete Fälle schildern und bat darum diese zu protokollieren und ihm im Nachgang zukommen zu lassen. Er ließ keinen Zweifel daran, dass er die geäußerten Anliegen in die Gremien des Landkreises einbringen wird. Zudem konnte er gemeinsam mit den Jugendlichen am eigenen Leib erfahren, wie schlecht es um den Mobilfunkempfang in manchen Teilen des Landkreises bestellt ist.

Kreisbeigeordneter Hans-Jürgen Domberg im Gespräch mit den Jugendlichen des „Runden Tisches“
Foto: Tobias Comperl/Prot. Jugendzentrale Homburg

Herr Domberg zeigte sich sehr begeistert darüber, dass es Jugendliche gibt, die sich mit viel Engagement und Leidenschaft für eine demokratische und offene Gesellschaft engagieren und die Jugendforen waren wiederum sehr dankbar, dass der Kreisbeigeordnete sich ausgesprochen viel Zeit nahm, den Jugendlichen zuzuhören. (Selbst-)kritisch wurde lediglich festgestellt, dass ein Linienbus schon allein aufgrund der Fahrgeräusche dann doch kein optimaler Ort für einen regen Austausch in größeren Gruppen darstellt.

Die Reihe „Runder Tisch“ der Jugendforen, deren Förderung noch bis Ende 2019 weiterläuft, soll auch künftig weitergeführt werden, so hat bereits Landrat Dr. Theophil Gallo seine Bereitschaft zu einer Gesprächsrunde bekundet, sogar Landes- und Bundesministerinnen und -minister wollen die Jugendlichen zu sich einladen.

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