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„Die Diskussion um die offizielle Stellungnahme der Stadt Homburg in das Sommerloch bzw. die Schulferien zu vertagen zeugt von Missachtung der Öffentlichkeit und ist wenig sachdienlich,“ so die Stadträtin Carola Piazolo. Dabei gehe es um das wichtigste Verkehrsprojekt der Stadt: die B423 „Umfahrung Schwarzenbach/Schwarzenacker“.

Marc Piazolo
www.gruene-homburg.de

Im Zuge der jüngst eröffneten Offenlegung zur B423neu hat Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind im Stadtrat die Vertagung in die Ferienzeit mit dem Hinweis auf das Fristende zur Einreichung von Stellungnahmen am 21. August 2017 begründet. „Herr Schneidewind argumentiert unter Vortäuschung falscher Tatsachen, denn die Schulferien enden im Saarland am 14. August 2017! Außer er kennt eine Ausnahmeregelung und die Schulferien dauern in Homburg eine Woche länger. Somit wäre es kein Problem die Sondersitzung des Stadtrates in der Woche direkt vor dem 21. August 2017 – außerhalb der Ferienzeit – stattfinden zu lassen,“ meint Marc Piazolo, Vorsitzender des Stadtverbandes der Grünen.

Die Partei freue sich über die neugegründete Bürgerinitiative für den Erhalt der Mastaue und Beeder Aue mit ihren gut besuchten Informationsveranstaltungen und langen Unterschriftenlisten. „Durch die Konkretisierung des Verkehrsprojektes wird die Dimension der Einschnitte in unsere Landschaft und die Naherholungsgebiete deutlich. Gleichzeitig erzeugt die Umgehungsstraße mehr Verkehr und verteilt Lärm und Schadstoffe in großem Ausmaß auf bisher ruhige Wohnlagen. Die Bürger sind wachgerüttelt und leisten Widerstand – das ist die Groko nicht gewohnt.“

Mit der Bürgerinitiative sind die Grünen Homburgs nicht mehr die einzigen, die sich gegen das geplante Straßenbauprojekt stemmen. „Gleichzeitig setzen wir uns für ein striktes LKW-Nachtfahrverbot und verbesserte Lärmschutzmaßnahmen auf der bisherigen B423, um den aktuell Betroffenen auch wirklich zu helfen,“ so die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Yvette Stoppiera-Wiebelt.

Yvette Stoppiera-Wiebelt
Foto: www.gruene-homburg.de

Dass die geplante Informationsveranstaltung zu den „korrekten Fakten der B423“ die Gemüter wird beruhigen können, das dürfte nach Ansicht der Grünen ein Wunschdenken des Oberbürgermeisters und der Fraktionen von SPD und CDU sein. „Das Gegenteil dürfte der Fall sein: die Veröffentlichung weiterer Informationen wird die Dimension der künftigen Beeinträchtigung am Wasserwerk, am Johanneum bis hin zur Kita am Forum verdeutlichen. Der Widerstand wird zunehmen – daran können auch die Verfahrenstricks des Oberbürgermeisters wenig ändern!“

KOMMENTARE

1 KOMMENTAR

  1. Irgendwer meckert doch immer und man kann es keinem Recht machen. Erst die betroffenen Anwohner – jetzt die Grünen.

    Haben eigentlich schon mal alle Beteiligten gemeinsam an einem Tisch gesessen und miteinander nach einer Lösung gesucht? (Ich weiß es nicht, daher meine naive Frage). Könnte man da nicht mal recherchieren und darüber Berichten?

    Wozu die Aufregung? Es ist 20 Jahre lang nix passiert. Glaubt jemand ernsthaft, es würde sich am Status Quo die kommenden 20 Jahre ändern? Nö. Also.

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