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Homburg | Medizinische Versorgung von Terroropfern – Am UKS macht man sich für den Ernstfall bereit

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Die Bedrohung durch den globalen Terrorismus stellt eine zunehmende Herausforderung für unsere Gesellschaft dar, denn die Wahrscheinlichkeit terroristischer Anschläge nimmt in Deutschland zu. Ziel der Attentate in Europa ist in der Regel die zivile Bevölkerung. Gerade erst gestern wurden im Raum Saarlouis drei syrischen Staatsangehörigen (21, 23 und 27 Jahre) wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

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Unkalkulierbare Gefahrensituationen am Ort des Geschehens und schwere Verletzungsmuster wie komplexe Schuss- und Explosionsverletzungen sowie die hohe Anzahl lebensgefährlich verletzter Menschen an möglicherweise mehreren Orten zu verschiedenen Zeitpunkten stellen Rettungskräfte, Notärzte und die behandelnden Kliniken sowohl vor neue medizinische als auch taktisch-strategische Herausforderungen.

Im 5-Punkte Plan der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zur Bewältigung terrorassoziierter Verletzungen spielen Schulungsmaßnahmen für medizinisches Personal eine wichtige Rolle. Durch die zu erwartenden spezifischen Verletzungsmuster, die erfahrungsgemäß eher Kriegsverletzungen zuzuordnen sind, sind besondere Kenntnisse in der Akutorganisation, aber auch in spezifischen, normalerweise wenig genutzten, chirurgischen Techniken erforderlich. Dazu wurden Schulungsformate entwickelt. Liegt bei DSTC, Definitive Surgical Trauma Care, der Schwerpunkt im Trainieren spezieller chirurgischen Fähigkeiten, so geht es in dem neuen Format TDSC, Terror and disaster surcigal care, um chirurgisch-taktische Übungen.

Auf Initiative des Direktors der Klinik für Unfallchirurgie des UKS, Universitätsprofessor Tim Pohlemann, findet nun aktuell vom 10. – 14. April 2018 in Homburg bundesweit erstmalig eine Kombinationsveranstaltung beider Kursformate für Chirurgen eines Bundeslandes statt, um durch die umfassende Komplettschulung eine deutlich verbesserte Expertise innerhalb der Krankenhäuser zu erreichen.

„Verletzungsschwere und Zahl der akut versorgungspflichtigen Verletzten übersteigt derzeitige Szenarien, ein Überleben dieser „Kriegsverletzungen“ ist ganz entscheidend von der innerklinischen Triage und Steuerung der erforderlichen Maßnahmen und besonders von ausreichender Verfügbarkeit speziell geschulter Chirurgen abhängig,“ stellt Professor Tim Pohlemann vom UKS in Homburg fest.

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