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Machen wir uns doch nichts vor: Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je! Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die Sackgesichtsüberfülle und Kackbratzendurchseuchung, die allgemeine, bimssteinerne Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung, kurz: die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch, aber nun lässt sich dieses trübe Faktum nicht mehr nur im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über ein entwickeltes humanoides Sensorium, über Geist, Witz, Verstand und Geschmack verfügen, fühlbar im Freiland angekommen.

Und dort im Freiland zeltet Jochen Malmsheimer, bereit, sich diesem geradezu enzephalen Unsinn in den Weg zu stellen, gegürtet mit dem Schwert der Poesie, gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime. Denn wie schon Erasco von Rotterdam wußte: Wer oft genug an’s Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch.

Jochen Malmsheimer, 1961 in Essen geboren, ist ein vielfach preisgekrönter Kabarettist. In zahlreichen Bühnenprogrammen hat er eine ganz eigene Kunstform geschaffen: das epische Kabarett. Einem größeren Publikum wurde er vor allem durch seine regelmäßigen Auftritte bei der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“ bekannt. Sein künstlerisches Werk ist in dem jüngst erschienenen Band »Gedrängte Wochenübersicht – Ein Vademecum der guten Laune« nachzulesen.

Am Freitag, 8. September 2017, stellt Jochen Malmsheimer sein neues Programm mit dem Titel „Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage“ im Kulturzentrum Saalbau vor. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr. Karten für die Veranstaltung, die von der Homburger Kulturgesellschaft organisiert wird, gibt es beim Kulturamt der Stadt sowie bei ticket regional.

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