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Wieder nähert sich die Erinnerung an das schlimme Geschehen der Reichspogromnacht 1938. Damals, am 9. November wurden in ganz Deutschland Synagogen geschändet, Wohnungen und Geschäfte jüdischer Bürgerinnen und Bürger verwüstet und in Brand gesteckt. Menschen jüdischen Glaubens, egal ob Mann oder Frau, Kind oder Greis, wurden in Angst und Schrecken versetzt, gedemütigt, verspottet und mit Hasstiraden beschimpft. Auch in der Stadt Homburg blieben jüdische Familien nicht verschont.

Um an die Opfer dieses schrecklichen Ereignisses zu erinnern lädt die Jugendorientierte Stadt Homburg gemeinsam mit den christlichen Kirchen in Homburg am Donnerstag, 9. November 2017, um 16 Uhr in die evangelische Stadtkirche zu einer Gedenkfeier ein. Im Anschluss daran wird es einen Gang in gemeinsamem Schweigen zur ehemaligen Synagoge geben, um auch der Homburger Opfer zu gedenken.

Von Seiten der Stadt Homburg wird Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind an die furchtbaren Geschehnisse erinnern. Als Hauptredner spricht in diesem Jahr Hermann Preßler, ehemaliger Rundfunk- und Medienpfarrer. Er wird angelehnt an sein Buch „Herr Christus und die braunen Herren“ darüber sprechen, wie die Predigten protestantischer Pfarrer der pfälzischen Landeskirche zu Zeiten des Nationalsozialismus aussahen. Obendrein stellt er auf Grundlage der Vergangenheit Bezüge zu aktuellen politischen Herausforderungen her.

Weitere Wortbeiträge werden von Schülern des Saarpfalz-Gymnasiums und der Konfirmandengruppe der protestantischen Kirchengemeinde Bruchhof-Sanddorf eingebracht. Die Gedenkveranstaltung wird musikalisch vom Chor des Saarpfalz-Gymnasiums begleitet. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

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